Die Ausweichschule
von Kaleb Erdmann 
in einer Fassung von Jan Friedrich
Ab 14 Jahren

„Ich bin vielleicht nicht der Richtige, um diese Geschichte zu erzählen. Ich schreibe ja nicht nur über mich selbst. Ich rühre einen Topf um, von dem ich nicht weiß, ob ich mich ihm überhaupt nähern sollte, einen völlig fremden Topf, so fühlt es sich an, als würde ich irgendwo durch ein Fenster einsteigen, um einen Topf umzurühren.“ 
Kaleb Erdmann war elf Jahre alt und Schüler des Erfurter Gutenberg-Gymnasiums, als dort 2002 ein ehemaliger Schüler 16 Menschen und sich selbst tötete. Darf, kann, soll über ein solches Ereignis geschrieben werden? Und wenn ja: Wie? Dies sind die zentralen Fragen in Kaleb 
Erdmanns 2025 erschienenen und im selben Jahr für den Deutschen Buchpreis nominierten Roman. Es ist eine Auseinandersetzung mit dem Schreiben, dem Erzählen an sich, seinen Möglichkeiten und Grenzen. Dabei ist Erdmann ein seltenes literarisches Kunststück gelungen: „Ein fesselnder Reportageroman, der Widersprüche und Rätsel nicht einebnet, sondern vielschichtig bewahrt, empfindsam und nüchtern, erhellend und ohne falschen Trost.“ (SWR) Mit der Adaption dieses Romans setzt sich das Theater Magdeburg nach Wunde Stadt erneut mit kollektiven, traumatischen Ereignissen auseinander. 
Jan Friedrich (*1992 in Lutherstadt Eisleben) setzt mit seiner fünften Arbeit am Haus die erfolgreiche Zusammenarbeit fort.

 

Premiere am Sa. 27.2.27
→ Schauspielhaus, Kammer 1

Termine

Samstag 27.02.
Samstag 27.02.
19.30
→ Kammer 1
Premiere SP

Die Ausweichschule Von Kaleb Erdmann
Ab 14 Jahren