Philippe Berthomé wurde an der École du Théâtre national de Strasbourg ausgebildet und ist seit über 30 Jahren als Lichtdesigner im Theater für Schauspiel und Oper tätig. Er arbeitet mit Regisseuren wie Stanislas Nordey, Jean-François Sivadier, Éric Lacascade, Marie-Ève Signeyrole, Mélanie Laurent und Thomas Jolly zusammen und zeichnet für die Beleuchtung von über 160 Aufführungen verantwortlich, unter anderem an der Opéra national de Paris, am Royal Ballet and Opera in London, beim Festival d'Aix-en-Provence und am Théâtres nationaux de Chaillot und de l'Odéon.
Neben seiner Arbeit am Theater arbeitet er auch für zahlreiche Konzertveranstaltungen, u. a. bei dem Festival Fêtes Maritimes de Douarnenez in der Bretagne, in der Kathedrale Saint-Maurice in Angers oder für die 3-Sterne-Restaurants Maison Troigros in Ouches und Le Coquillage in Saint-Méloir-des-Ondes. Die Augmented-Reality-Ausstellung Noire von Pierre-Alain Giraud im Centre Pompidou gewann in der Beleuchtung von Philippe Berthomé den Preis für das beste immersive Werk beim Filmfestival von Cannes 2024.
Philippe Berthomé lernte 2014 in der Glaserei von Murano in der Villa Medici hors les murs seine eigenen Glühbirnen zu entwerfen und herzustellen, die er seitdem in der Opéra de Montpellier, beim Festival d'Aix-en-Provence, bei der Biennale von Venedig, im Théâtre national de Strasbourg und im Musée de la Cristallerie Saint-Louis ausstellt. 2024 schuf Philippe Berthomé damit sein eigenes Licht-Kunstwerk Rêve de cristal, das beim Internationalen Gartenfestival 2024 in Chaumont-sur-Loire ausgestellt wurde.
Für Jean-François Sivadiers 2013 an der Oper Lille entstandene Inszenierung von Rossinis Der Barbier von Sevilla entwarf Philippe Berthomé das Beleuchtungskonzept. Die in Frankreich mehrfach wiederaufgenommene Inszenierung ist in der Spielzeit 25/26 erstmals auch am Theater Magdeburg mit dem Magdeburger Ensemble zu erleben.
Aktuelle Produktionen am Theater Magdeburg