Wunde Stadt
ab 23.5.26
Wunde Stadt
von Kevin Rittberger
Uraufführung
Ab 16 Jahren
Die Terrortat auf dem Magdeburger Weihnachtsmarkt am 20. Dezember 2024 hat sechs Menschen das Leben gekostet und über dreihundert Menschen, zum Teil schwer, verletzt. Unzählige tragen seelische Verletzungen davon. Dieses traumatische Ereignis hat die Stadt verändert.
Das Theater Magdeburg möchte als öffentliche Institution der Stadt knapp anderthalb Jahre danach mit den ihr eigenen Mittel einen Beitrag zur Be- und Verarbeitung leisten. Dabei soll weder die Tat nachgespielt noch dem Täter eine Bühne geboten werden. Neben der wertvollen Arbeit, die Kirchen, Vereine, Familien etc. leisten, hat die künstlerische Auseinandersetzung in ihrer Vielschichtigkeit ganz eigene Möglichkeiten der Reflexion. Und je mehr Formen des Austauschs eine Stadtgesellschaft hat, desto sinnstiftender und besser.
Der Autor Kevin Rittberger, der vom Theater mit dem Schreiben eines Textes beauftragt wurde, hat viele Menschen in Magdeburg, und teilweise auch außerhalb, getroffen und über das Jahr begleitet. Der Fokus lag auf Menschen, die beschädigt worden sind und wieder ins Leben finden müssen. Rittberger verknüpft seine Bestandsaufnahme mit weiteren Wunden der Stadt und wagt einen hoffnungsvollen Blick in die Zukunft. Es geht um eine diverse, solidarische Stadtgesellschaft und viele offene Fragen: Wie viel Wut kann in Trauer stecken? Wo hört die Wut auf, wo fängt das Ressentiment an und schlägt um in Hass? Was gehört zum Prozess der Heilung und wo gilt es wieder in die Verbindung miteinander zu treten?
Sebastian Nübling ist einer der prägendsten Regisseure unserer Zeit, dessen Fokus auf der Bearbeitung gesellschaftlich relevanter Themen liegt. Er wird den Text mit der nötigen Sensibilität und künstlerischen Freiheit gleichermaßen auf die Bühne bringen.
Premiere am Sa. 23.5.26
→ Schauspielhaus, Kammer 1
RegieSebastian Nübling
BühneUna Jankov, Sebastian Nübling
Kostüm Una Jankov
Musik Jackie Poloni
DramaturgieKatrin Enders