8. Sinfoniekonzert
15. und 16.4.27
8. Sinfoniekonzert
Auch die musikalische Spätromantik hält immer noch Überraschungen bzw. neue Eindrücke bereit: Das Œuvre von Carl Nielsen ist erst in den letzten Jahrzehnten außerhalb seiner dänischen Heimat und außerhalb Skandinaviens bekannter geworden. Im Gegensatz zu seinem Flötenkonzert wurde seine 2. Sinfonie aus dem Jahr 1902 in Magdeburg mindestens seit 1980 nicht gespielt. Gleiches gilt für das 1. Klavierkonzert von Sergei Rachmaninow – was umso erstaunlicher ist, als in den letzten Jahren nahezu alle wichtigen Werke dieses amerikanischen Russen hier zu hören waren. Der tschechische Pianist Lukáš Vondráček, zuletzt im Dezember 2018 bei der Magdeburgischen Philharmonie zu Gast, nimmt sich Rachmaninows konzertanten Erstlings an – einem erstaunlich erfindungsreichen Studienabschlusswerk des 17-jährigen Pianisten und Komponisten. Carl Nielsen war demgegenüber fast 40 Jahre alt und noch als Geiger am Königlichen Theater in Kopenhagen tätig, als er sich – angeregt von einem alten Holzschnitt – mit den vier Temperamenten der antiken Medizinlehre beschäftigte und jedem Temperament einen eigenen Satz widmete. Die 2. Sinfonie wurde in der Folge zu einem seiner beliebtesten Werke.
15. und 16.4.27
→ Opernhaus, Bühne
Peter Tschaikowsky
Capriccio Italien op. 45
Sergei Rachmaninow
Konzert für Klavier und Orchester Nr. 1 fis-Moll op. 1
Carl Nielsen
Sinfonie Nr. 2 op. 16
Die vier Temperamente
Klavier Lukáš Vondráček
Magdeburgische Philharmonie
Dirigent GMD Christian Øland