4. Sinfoniekonzert
17. und 18.12.26
4. Sinfoniekonzert
Die unheimlichen Erzählungen des düsteren Romantikers E. T. A. Hoffmann haben in der vergangenen Spielzeit den Choreografen Jörg Mannes in Der Sandmann zu einem Ballettabend inspiriert. Hoffmanns Geschichte Nussknacker und Mäusekönig diente auch Peter Tschaikowsky 1892 als geeignete Vorlage für ein Ballett, das zum Weihnachtsballett schlechthin werden sollte und dessen schönste Melodien in der gleichnamigen Orchestersuite zu hören sind.
Auch im letzten Violinkonzert des noch nicht einmal zwanzigjährigen Mozart findet sich Musik, die ursprünglich für ein Ballett gedacht war, schließlich jedoch in der Schublade landete. Nun bildet der musikalisch recycelte Türkische Marsch im Finale zugleich Mozarts Abschied als Soloviolinist: „Keinen Geiger gebe ich nicht mehr ab.“ Diese Hinwendung zum Komponieren tut dem musikalischen Erbe Mozarts nur gut: „O Mozart, unsterblicher Mozart, wie viele, o unendlich viele solcher wohltätiger Abdrücke eines lichteren, besseren Lebens hast du in unsere Seelen geprägt“, heißt es 1816 im Tagebuch Franz Schuberts. Und so lässt sich in der fünften seiner sogenannten „Jugendsinfonien“ die Nähe zu Mozart deutlich hören. Dabei entsteht ein filigran komponiertes Werk in ungewöhnlich kleiner Besetzung – spielerisch und leicht.
17. und 18.12.26
→ Opernhaus, Bühne
Peter Tschaikowsky
Suite aus dem Ballett Der Nussknacker op. 71a
Wolfgang Amadeus Mozart
Konzert für Violine und Orchester Nr. 5 A-Dur KV 219
Franz Schubert
Sinfonie Nr. 5 B-Dur
D 485
Violine Anna Agafia
Magdeburgische Philharmonie
Dirigent Julian Gaudiano