6. Sinfoniekonzert

Do. 16. und Fr. 17.2.23
→ Opernhaus, Bühne

Amerikanische Musik? Klar: Filmmusik! Schnell ist der geneigte alt-europäische Musikfreund bei der Hand, die amerikanische auf die US-amerikanische und diese auf die Kinounterhaltung zu verengen. Und wie bei jedem Klischee stimmt daran natürlich etwas, so z. B. bei Charlie Chaplin: Der war nicht nur ein begnadeter Komö diant und Filmemacher – er hatte auch musikalisches Talent und komponierte einige seiner Filmmusiken selbst. Aber schon bei Erich Wolfang Korngold wird die Sache vielschichtiger: Als kompositorisches Wunderkind in Wien u. a. mit seiner Oper Die tote Stadt erfolgreich, setzte er nach der erzwungenen Emigration in die USA mit seinem sinfonischen, stark von der europäischen Spätromantik geprägten Stil neue Maßstäbe in der Kino-Traumfabrik. Sein Violinkonzert verbindet beide Welten: Ganz bewusst verarbeitete der Komponist hier Themen aus seinen Filmmusiken, die er so vor dem Vergessen bewahren wollte. Béla Bartók dagegen – wie Korngold Emigrant – konnte und wollte sich in Amerika nicht mehr neu orientieren. Nur mühsam ließ er sich noch zu einem neuen Werk überreden – und so entstand mit dem Konzert für Orchester eines der bedeutendsten Orchesterwerke des 20. Jahrhunderts.

Erich Wolfgang Korngold
Konzert für Violine
und Orchester D-Dur op. 35

Charlie Chaplin
Smile für Violine und Orchester

The Kid Fantasy für
Violine und Orchester

Béla Bartók
Konzert für Orchester

Violine Philippe Quint
Magdeburgische Philharmonie
Dirigentin GMD Anna Skryleva