4. Sinfoniekonzert

Do. 15. und Fr. 16.12.22
→ Opernhaus, Bühne

Müssen alle Komponist:innen von Hause aus Pianist:innen sein? Sicher nicht, dennoch erleichtert der vollgriffige Zugang zu Musikwerken am Klavier einen analytischen Zugang zur Klangkunst, der doch für das Kreieren von großformatigen Werken unerlässlich ist. Die drei Pianisten-Komponisten Mozart, Schtschedrin und Mussorgski gingen dabei allerdings völlig unterschiedliche Wege. Das pianistische Wunderkind Mozart komponierte einen Teil seiner Klavierwerke noch für eigene Konzertauftritte als Pianist, womit er auch einen Teil seines Lebensunterhaltes verdiente. Sein Lebensziel blieb aber eine höfische Anstellung, um sich ganz dem Komponieren von Opern widmen zu können. Modest Mussorgski erhielt als Kind zwar Klavierunterricht, aber nie eine formale Ausbildung. Ob er sein bekanntestes Werk, den Klavierzyklus Bilder einer Ausstellung je einmal selbst öffentlich gespielt hat, ist offen. Dagegen steht Mussorgskis Landsmann Rodion Schtschedrin, der just am 16. Dezember 2022 seinen 90. Geburtstag feiert, voll im musikalischen Leben und spielte in den ersten drei seiner insgesamt sechs Klavierkonzerte den Solopart bei der Uraufführung sogarselbst!

Zu diesem Sinfoniekonzert bieten wir einen Generalprobenbesuch für Schulklassen an.

Wolfgang Amadeus Mozart
Ballettmusik aus der Oper Idomeneo

Rodion Schtschedrin
Konzert für Klavier und Orchester Nr. 1

Modest Mussorgski
Bilder einer Ausstellung.
Bearbeitung für Orchester
von Maurice Ravel

Klavier Daumants Liepins
Magdeburgische Philharmonie
Dirigent Svetoslav Borisov