Ruth Reinhardt
Dirigentin

Die international erfolgreiche Dirigentin Ruth Reinhardt wird für ihre Vielseitigkeit, musikalische Intelligenz, Eleganz und für ihre ungewöhnliche Programmplanung gelobt. In Saarbrücken geboren, studierte sie an der Zürcher Hochschule der Künste sie Violine bei Rudolf Koelman. Hier begann sie auch mit ihrer Ausbildung zur Dirigentin bei Constantin Trinks, Johannes Schlaefli und Ulrich Windfuhr und besuchte eine Reihe von Meisterkursen, u. a. bei Bernard Haitink, Michael Tilson Thomas, David Zinman, Paavo und Neeme Järvi oder Marin Alsop. Nach ihrem Abschluss in Zürich erwarb sie einen Master in Dirigieren bei Alan Gilbert an der Juilliard School in New York.
Mit Beginn der Spielzeit 25/26 ist sie Musikdirektorin der Rhode Island Philharmonic. Zuvor war in den letzten beiden Spielzeiten der Amtszeit von Jaap Van Zweden als Musikdirektor (2018–2020) als stellvertretende Dirigentin des Dallas Symphony Orchestra tätig. Sie war Dudamel-Stipendiatin des Los Angeles Philharmonic, Dirigierstipendiatin sowohl beim Seattle Symphony Orchestra als auch am Tanglewood Music Center und assoziierte Dirigierstipendiatin bei Taki Concordia.
Programmatisch haben Reinhardts Interessen sie zum zeitgenössischen Repertoire geführt, wobei der Schwerpunkt deutlich auf Komponistinnen des späten 20. und frühen 21. Jahrhunderts liegt. Ihre Programme stellen vielen Orchestern oft neue Namen und frische Gesichter vor, darunter Grażyna Bacewicz, Kaija Saariaho und Dai Fujikura, und kombinieren diese mit stilistisch kontrastierenden oder sich ergänzenden Stücken.
Ruth Reinhardt arbeitet regelmäßig mit vielen der heute führenden Instrumentalist:innen verschiedener Generationen zusammen. Zu ihnen zählen die Pianist:innen Emanuel Ax, Daniil Trifonov und Eva Gevorgyan, die Geiger Augustin Hadelich und Vadim Gluzman, die Cellisten Andrei Ioniță und Jean-Guihen Queyras, der Hornist Stefan Dohr sowie der Saxofonist Steven Banks. In den vergangenen Spielzeiten trat Reinhardt mit vielen der großen nordamerikanischen Orchester auf, so gab sie ihr Debüt bei den Sinfonieorchestern von St. Louis und Charlotte. Zuvor war sie mit den New York Philharmonic, dem Cleveland Orchestra, dem National Symphony Orchestra sowie den Symphonieorchestern von San Francisco, Detroit, Houston, Seattle und Baltimore zu hören. In Europa trat sie unter anderem mit dem Residentie Orkestra in Den Haag, dem Niederländischen Rundfunkphilharmonieorchester in Amsterdam, dem Orchestre National de France, dem Frankfurter Rundfunk-Sinfonieorchester, dem Deutschen Symphonieorchester Berlin, den Stockholmer Philharmonikern und dem Tonkünstlerorchester Wien auf. Im Sommer 2025 gab sie ihr Debüt beim Seoul Philharmonic Orchestra und beim Sinfonieorchester des Bundesstaates São Paulo. Zu den weiteren bedeutenden Debüts in der Saison 25/26 zählen die Staatskapelle Dresden, das Philharmonia Orchestra in London, das Hong Kong Philharmonic, das Bruckner-Orchester Linz, das SWR Symphonieorchester, das Folkwang-Kammerorchester in Essen und das Sinfonieorchester St. Gallen in der Schweiz. Zudem gab sie Gastspiele bei der Warschauer Philharmonie, dem New Jersey Symphony Orchestra, der Naples Philharmonic (FL) und der Orlando Philharmonic.
In Magdeburg war sie als Nachwuchsdirigentin bereits 2018 beim Impuls-Sinfoniekonzert zu Gast. Nun kehrt sie als Dirigentin des 7. Sinfoniekonzerts nach Magdeburg zurück.

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7. Sinfoniekonzert