10. Sinfoniekonzert
3. und 4.6.27
10. Sinfoniekonzert
„Irgendwas fehlt“, notiert der russische Komponist Nikolai Mjaskowski nach der Uraufführung von Prokofjews Cellokonzert op. 58 im Jahr 1938. Vielleicht ist es der erst 20-jährige Cellist Mstislaw Rostropowitsch, der 1947 den Vorschlag macht, das Werk gemeinsam gründlich zu überarbeiten. Prokofjew sagt zu. Die aufwendige Revision gelingt – und so wird aus Opus 58 das Opus 125, aus einem Cellokonzert eine „Sinfonia concertante“: ein aufregendes Werk, das differenziert das Verhältnis zwischen Solist und Orchester auslotet – und sogar zwischen Individuum und Staat, so die politische Lesart.
Gerahmt wird dieses vielschichtige Werk von skandinavischen Klängen: Die 1852 geborene schwedische Komponistin Helena Munktell lässt in ihrem sinfonischen Gedicht Bränningar – den „brandenden Wellen“ – eine Spätromantik voller Farben, Licht und Melancholie erklingen, hörbar französisch geprägt. Den Abschluss bildet ein Werk mit einer der bekanntesten Melodien der klassischen Musik. Das Motiv der „Morgenstimmung“ ist spätestens seit der 1971 produzierten Nescafé-Fernsehwerbung ein Klassiker der Werbeindustrie – ursprünglich jedoch als Schauspielmusik zur Geschichte des rastlos reisenden Bauernsohns Peer Gynt komponiert. In seiner Musik lässt Edvard Grieg skandinavische Archaismen als farbenreiches musikalisches Naturschauspiel aufleuchten.
3. und 4.6.27
→ Opernhaus, Bühne
Helena Munktell
Bränningar op. 19
Sergei Prokofjew
Sinfonia concertante für Violoncello und Orchester e-Moll op. 125
Edvard Grieg
Peer Gynt.
Schauspielmusik op. 23 (Auszüge)
Violoncello Jakob Koranyi
Magdeburgische Philharmonie
Dirigent Tobias Ringborg