Sophia Maria Keßen studierte Kulturwissenschaft und Romanistik in Potsdam sowie Inszenierung der Künste und der Medien an der Universität Hildesheim. In Theorie und Praxis beschäftigt sie sich mit der künstlerischen Inszenierung neuer Begegnungen und kollektiver Prozesse des Erzählens. Ein Hauptanliegen ihrer Arbeit ist es, vielstimmige Meinungen und Perspektiven zu unterschiedlichen Themenkomplexen sichtbar zu machen. Dafür arbeitet sie mit interviewgestützten Recherchen und bezieht nicht-professionelle Darsteller:innen und Sprecher:innen ein. Sophia erforscht biografisch-dokumentarische Inszenierungsstrategien, involviert gerne Karaoke, Zufall, Drinks und Dilettantismus als ernstzunehmende künstlerische Mittel und arbeitet szenisch, interaktiv und installativ.
Von der Spielzeit 2018/19 bis 2020/21 arbeitete Sophia als Regieassistentin an der Bürger:Bühne und als Projektmitarbeiterin im Montagscafé des Staatsschauspiel Dresden. 2023 gründete sie den KIEZKLUB – eine partizipative Spielsparte am Heimathafen Neukölln. Im selben Jahr initiierte sie das ortsspezifsiche Format STORY KARAOKE BAR – eine kollektive Übung im Zuhören und Erzählen und zeigte es seitdem in verschiedenen Regionen. Weitere Arbeiten zeigte Sophia u. a. am Staatsschauspiel Dresden, Societaetstheater Dresden, HELLERAU – Europäisches Zentrum der Künste, Theater Strahl, VIERTE WELT Berlin und Tanzhaus NRW. Arbeiten entstanden u. a. gemeinsam mit TURBO PASCAL, MITTEKILL, der Choreografin Simone Gisela Weber und Josef Panda.
Seit der Spielzeit 2025/26 ist Sophia Maria Keßen künstlerische Vermittlerin mit Schwerpunkt Bürger:innenBühne am Theater Magdeburg.

Foto: ©Kerstin Schomburg