Alexander Karschnia ist Theatermacher, Autor, Kurator und Gelegenheitsdramaturg. Mitbegründer von andcompany&Co., wo er als Ko-Regisseur und Performer mitwirkt. Er schreibt über und für Theater, u. a. über Brecht, Müller, Schlingensief und Pollesch. Zu seinen Jugendsünden zählen die Erfindung der Frankfurter NachtTanzDemos und die Übernahme von Schlingensiefs Partei CHANCE 2000. Seine Arbeiten zwischen Wissenschaft, Kunst und Aktivismus beinhalten Lecture-Performances und die Organisation von Konferenzen wie „Europa den Räten!“ an der Berliner Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz, wo er in der ersten Spielzeit der Intendanz von René Pollesch als Dramaturg tätig war und eine Diskursreihe im Roten Salon kuratierte. Darüber hinaus ist er im Kuratorium der Stiftung Kommunikationsaufbau tätig und hat den Albert-O.-Hirschman-Preis für Einmischung, Widerspruch und Erneuerung demokratischer Kultur mit ins Leben gerufen. Er ist Herausgeber der Neuausgabe von dessen Schlüsselwerk Exit, Voice, & Loyalty. Zurzeit organisiert er die Reihe Denken für die Zukunft: Der Albert O. Hirschman Effekt im Theater im Aufbau Haus. andcompany&Co. ist ein internationales Performance-Kollektiv, das an der Schnittstelle von Theater und Theorie, Politik und Praxis arbeitet. Ihre Performances sind ein humorvolles Spiel mit Fakten und Fiktionen, das Bruchstücke ästhetischer und philosophischer Entwürfe des 20. Jahrhunderts musikalisch verdichtet und zu einem eigenen politischen Statement neu abmischt. In der Spielzeit 26/27 ist das Kollektiv zu Gast am Theater Magdeburg und für die Uraufführung der sogenannten Brecht-Oper Vacuum Valley verantwortlich.
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