
Wagner, Brahms und die Folgen
Gesprächsrunde mit Dr. Jan Brachmann (Frankfurter Allgemeine Zeitung), Prof. Dr. Tomi Mäkelä (Martin-Luther-Universität Halle) und Prof. Dr. Manuela Schwartz (Hochschule Magdeburg-Stendal)
Mit seiner These „Er war bloß neidisch auf die Prinzenrolle“ bewegte Jan Brachmann im August 25 in der FAZ die Geister und zeigte, dass die Debatten zur Vorrangstellung der Kunst Richard Wagners im polemischen Gegensatz zu Johannes Brahms keine ’olle Kamelle’ ist. Magdeburg ist weltweit als eine der wichtigsten Wagner-Städte bekannt, während der aus Hamburg stammende Wiener Brahms ein geschätzter Außenseiter geblieben ist. Doch auch seine Musik ist für viele Magdeburger:innen mehr wert als die Speeddating-Frage „Mögen Sie Brahms?“.
Jan Brachmann stammt aus dem äußersten Nordosten Deutschlands. Er wirkte als Musikredakteur bei der Berliner Zeitung, bevor er das Musik-Feuilleton der Frankfurter Allgemeinen Zeitung übernahm. Mit dem finnischen Musikprofessor Tomi Mäkelä produzierte er 2020 eine mehrmals ausgestrahlte Gesprächssendung über Winterlandschaften für Deutschlandfunk Kultur. Während Brachmann 2002 über Brahms promovierte (Kunst – Religion – Krise. Der Fall Brahms), hat sich Mäkelä als Sibelius-Biograph und -Analytiker in mehreren Büchern („Poesie in der Luft“ etc.) einem Komponisten gewidmet, der zu Brahms und Wagner ein gleichermaßen problematisches Verhältnis gehabt haben soll. Das Gespräch, das über den Wert „Zukunft“ in der Musik entscheiden soll, wird von Manuela Schwartz im Auftrag des Richard-Wagner-Verbands Magdeburg e. V. moderiert.
Do. 12.2.26, 18.00 Uhr
→ Opernhaus, Wagner-Foyer
Eintritt: 10,00 Euro / kostenloser Eintritt für Mitglieder des Richard-Wagner-Verbands
Gründung 1909 / Wiedergründung 1990
Der Richard-Wagner-Verband Magdeburg e. V. ist ein Förderkreis mit über 100-jähriger Tradition und ein Forum für Musik-, Theater-, Wagner- und Kulturfreund:innen. Warum Magdeburg? Der junge Wagner hat in Magdeburg als Dirigent und Komponist gearbeitet, hier wurde 1836 zum ersten Mal eine Oper von ihm uraufgeführt, hier hat er wichtige Eindrücke für sein Musik- und Menschenverständnis erhalten.
Richard Wagners Opernschaffen ist gleichermaßen zeitlos und dank seiner vielen Bezügen zu gesellschaften und politischen Themen zeitgemäß. Um die faszinierende Persönlichkeit und Wirksamkeit Wagners zu beleuchten, ermöglicht der Richard-Wagner-Verband Magdeburg e. V. Konzert- und Gesangsabende, Autor:innenlesungen, Diskussionen, Filmvorführungen, Museumsbesuche oder Theaterfahrten. In diesem anregenden Rahmen soll sich die Gelegenheit ergeben, mit Blick auf Richard Wagner und sein Werk neue Trends von Musiktheater oder Kulturarbeit zu entdecken.
Jedes Verbandsmitglied ist außerdem Mäzen:in talentierter Nachwuchskünstler:innen. Mit einem Stipendium des Richard-Wagner-Verbands wird jedes Jahr ausgewählten jungen Künstler*innen/Bühnenschaffenden aus Magdeburg eine Studienreise zu den Bayreuther Festspielen ermöglicht.
Der Richard-Wagner-Verband steht in Verbindung zum Theater Magdeburg, zur Hochschule Magdeburg-Stendal, zur Otto-von-Guericke Universität und zu weiteren kulturellen Institutionen und Gesellschaften der Stadt.
Kontakt
Prof. Dr. Manuela Schwartz
(Vorsitzende seit August 2021)
Hochschule Magdeburg/Stendal
FB SGM
Breitscheidstr. 2
39114 Magdeburg
Tel.: (0391) 886 4381
E-Mail: Vorsitzender[at]rwv-magdeburg.de
Web: www.rwv-magdeburg.de