Jun 22
Sa. 4. 6.
14.00 Uhr
TicketsTickets

IN ARBEIT...

Von Laufkatzen, Transporthunden und KI-Mäusen

WILLEMS&KIDERLEN


Eine Stadtrauminszenierung auf den Spuren ehemaliger
SKET-Arbeiter*innen von Meret Kiderlen und Kim Willems
In Kooperation mit dem Technikmuseum Magdeburg
Uraufführung

Premiere

Sa.
26. 3.
2022

Technikmuseum & Stadt

Schwermaschinenbau und Ingenieurskunst prägten Magdeburg seit dem 19. Jahrhundert. Doch nach der Wiedervereinigung wurden identitätsstiftende Unternehmen wie das Schwermaschinenbau-Kombinat »Ernst Thälmann« (SKET) in kürzester Zeit abgewickelt. Übrig blieben davon neben kleineren Firmen große Brachen und Ruinen, die bis heute das Buckauer Stadtbild prägen. Wo ist das technische Wissen von Generationen von Magdeburger*innen geblieben? Wie haben sie diesen Umbruch erlebt? Wo arbeiten ihre Kinder und Kindeskinder heute? Und was bedeutet heute Arbeit in dieser Stadt, die untrennbar mit dem Schwermaschinenbau verbunden war? Aus Gesprächen mit fast 30 Interviewpartner*innen – ehemaligen Mitarbeiter*innen des SKET, Expert*innen sowie heute auf dem Gelände Arbeitenden – entsteht ein faszinierender Blick auf eine verschwundene Arbeitswelt. Ausgestattet mit Kopfhörern lassen wir uns von ihren Stimmen zu ehemaligen und heutigen Arbeitsplätzen führen, begegnen ihnen teilweise real oder virtuell, lernen eine Künstliche Intelligenz kennen und imaginieren, wohin die Reise des SKET-Geländes und die unserer Arbeit in Zukunft gehen kann.


Eine Kooperation mit dem Technikmuseum Magdeburg, regiocom, Betrieb 13 und dem Mittelstand 4.0–Kompetenzzentrum Magdeburg.

Für den Spaziergang bitte festes Schuhwerk und wetterangepasste Kleidung tragen.
Der Spaziergang ist nicht barrierefrei.

 


Publikumsgespräch
Sa. 4. 6. 2022    17.00 Uhr    Schauspielhaus Foyer

Konzeption, Text, Regie Meret Kiderlen
Textmitarbeit, Outside-Eye Kim Willems
Aufnahme, Schnitt, Sounddesign Frank Böhle
Ausstattung Nadia Schrader
Dramaturgie Elisabeth Gabriel, Anna Dieren
Produktionsleitung, Vorstellungsleitung
Manuel Czerny
Hospitanz Richard Scharf
Guides Theresa Dornack, Richard Scharf,
Zoe Schmidt

Bustransfer Magdeburger Verkehrsbetriebe

Sprecher*innen Christoph Förster,
Undine Schmiedl

Mit Diana Dzhambazova (Service Center regiocom Bulgarien), Stefan Erfurth (Busfahrer), Jana Lüderitz (Leitung Service Center regiocom Bulgarien), Pepper (humanoider Roboter), Wolfgang Post (ehem. Leiter Abteilung »Technik und Marktinformation« bei SKET, heute bei »Kuratorium Industriekultur in der Region Magdeburg e.V.«).

Und den Stimmen von Arndt Christoph Busse (Museumstechniker Technikmuseum Magdeburg), Willy Failla (Software-Entwickler bei regiocom), Nadja Gröschner (Historikerin, Leiterin Kulturzentrum Feuerwache), Georg Hakelberg (ehem. Lokführer und Meister f. Transport und Lagerwirtschaft bei SKET), Christoph Kadlubski (Reisebüro Jalan Jalan, ehem. Gießerei-Lehrling bei SKET), Melitta Klette (ehem. Gütekontrolleurin bei SKET), Georg Krüger (SKET Spezialkran GmbH), Ulrich Lorenz (Geschäftsführer eurologistic und Mitglied der Geländeentwicklungsgenossenschaft »Betrieb 13«), Prof. Dr.-Ing. habil Dr. h.c. Lothar Mörl (OVGU, ehem. Ingenieur bei SKET), Dr. Hajo Neumann (Leiter Technikmuseum Magdeburg), Günther Oelze (ehem. Facharbeiter im SKET-Kabel- und Verseilmaschinenbau), Hannelore Patze (ehem. Technologin bei SKET-Werkzeugbau), Sabine Rösler (ehem. Chefsekretärin bei SKET), Prof. Dr.-Ing. Sebastian Stober (OVGU).

Statist*innen Annika Altmann, Sandra Neumann-Kronfoth, Klaus Dietrich


Aufführungsdauer: 2:15 h

Pressestimme

 

Gelungenes Erlebnis

Neben diesen Original-Tönen und einer authentischen Geräuschkulisse führt ein Erzähler wie ein Guide über das Gelände und gibt nebenbei immer mal wieder Denkanstöße. Denn letztlich geht es nicht um eine nostalgische Rückbesinnung, sondern auch um ein konstruktives Nachdenken über das virulente Thema Arbeit […] Das ist humorvoll, einfühlsam und hintergründig und durch die Authentizität des Geländes und die Nähe zu den Protagonisten ein gelungenes Theatererlebnis. Das sollte man sich nicht entgehen lassen.

Sandra Meyer MDR KULTUR

26. 3. 2022