Okt 20
Sa. 3. 10.
19.30 Uhr
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Sa. 31. 10.
19.30 Uhr
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Nov 20
Sa. 7. 11.
19.30 Uhr
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Sa. 14. 11.
19.30 Uhr
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Der Menschenfeind

Molière


Deutsch von Jürgen Gosch und Wolfgang Wiens

Premiere

Sa.
26. 9.
2020

Schauspielhaus Bühne

Alceste ist für seine Umwelt ein Stachel im Fleisch: Während die anderen mit Schmeicheleien und Lügen ihre Netzwerke pflegen, sagt Alceste, was er denkt, und brüskiert damit falsche und echte Freunde. Ihm ist die Scheinheiligkeit der anderen Menschen ein Ekel – nur eine einzige Person findet Gnade vor seinem Urteil: Célimène, eine junge Witwe. Sie treibt es mit dem Spiel um Wahrheit und Lüge zwar am schlimmsten, doch die ganze Stadt ist in sie verliebt – so auch Alceste. Sein hartes Urteil gegen jedermann droht ihm schließlich zum Verhängnis zu werden, aber auch Célimènes fragiles Beziehungsgebäude gerät ins Wanken …

Molières Komödie »Der Menschenfeind« müsste eigentlich »Die Menschenfeinde« heißen, so sehr sind alle Figuren des Stücks auf ihren eigenen Vorteil bedacht. Nur der schöne Schein zählt, die eigene Selbstdarstellung, Macht und Einfluss; Fake News oder Wahrheit werden nach Bedarf genutzt. Die dargestellte Gesellschaft kommt uns zum Verwechseln bekannt vor. Und auch Alceste schießt mit seiner Radikalität über das Ziel hinaus. Was aber führt denn nun zum Glück: rücksichtslose Ehrlichkeit oder schamloser Opportunismus?


Diese Inszenierung entsteht unter Berücksichtigung der coronabedingten Auflagen.

 

Premierenfieber
So. 13. 9. 2020    11.00 Uhr    Schauspielhaus Bühne

Regie Elisabeth Gabriel
Bühne Vinzenz Hegemann
Kostüme Ingrid Leibezeder
Musik Nikolaus Woernle
Choreografische Beratung Juan-Pablo Lastras Sánchez
Dramaturgie Caroline Rohmer, Laura Busch

Alceste Tim Kramer
Philinte Andreas C. Meyer
Oronte Christoph Bangerter
Célimène Undine Schmiedl
Eliante Carmen Steinert
Arsinoé Saskia von Winterfeld
Acaste Frederik F. Günther
Clitandre Thomas Schneider
Basque Nicholas Spindler


Aufführungsdauer: 1:40 h (ohne Pause)

Video

Pressestimme


Unbequem und zeitlos

Tim Kramer gibt der Titelfigur unverwechselbare Konturen. Er betont deren grüblerisches und widerständiges Naturell […] und dennoch auch einen Hauch Melancholie spüren lässt. […]

Folgerichtig zeichnet die Regisseurin ein Gesellschaftsbild, das nur eingeschränkten Zukunftsglauben ermöglicht, gibt aber auch immer wieder der Komödie, was ihr gehört. Ein Paradebeispiel dafür ist die Begegnung Arsinoé (Saskia von Winterfeld) und Célimène. In fein gesetzten Worten liefern die Damen Gehässigkeiten ab und gestalten mit hinreißender Impertinenz eine Intrige. Die Szene wird dabei zu einem komödiantischen Höhepunkt des Abends.

Gisela Begrich Volksstimme

28. 9. 2020