Nov 19
So. 24. 11.
19.30 Uhr
TicketsTickets
Dez 19
Sa. 21. 12.
19.30 Uhr
TicketsTickets
Mo. 23. 12.
19.30 Uhr
TicketsTickets
Jan 20
Fr. 17. 1.
19.30 Uhr
TicketsTickets

Tagebuch eines Wahnsinnigen

Werner Buhss


nach Nikolai Gogol

WIEDERAUFNAHME

Sa.
12. 10.
2019

Schauspielhaus Studio

Aksenti Iwanow Propristschin arbeitet im Ministerium. Und er ist einer, von dem keiner Notiz nimmt, obwohl er funktioniert wie ein Bleistiftspitzer. Vor jedem morgendlichen, akkuraten Antritt im Amt, liest er sich durch die Sprüche seines Abrisskalenders. Und plötzlich öffnet sich eine Welt: der Hass auf das eigene Selbst löst sich mehr und mehr, denn Stimmen sprechen zu ihm aus Hundemäulern und heimliche Blicke betrachten ihn verheißerisch. Wie eine Made schält er sich aus dem Kokon und beginnt zu flattern; in eine schöne, helle Welt, geradewegs hinein in die Anstalt. Erst dort, in der Geschlossenen, kann er wirklich der sein, der immer war: der König von Spanien. Gogols »Tagebuch eines Wahnsinnigen« ist nicht nur die Krankengeschichte einer Beamtenseele. Es ist zugleich auch die Erfolgsgeschichte einer Befreiung aus dem Wahnsinn der Welt.

 

 

Regie David Czesienski (Prinzip Gonzo)
Mit Christoph Förster

Aufführungsdauer: 1:15 h (ohne Pause)

Pressestimmen


Ein Leben in Papier ist wie ein Leben auf dem Papier

Es ist eine grandiose schauspielerische Leistung, die Christoph Förster in diesem satirischen Psychogramm abliefert, gepaart mit einer nicht minder großartigen Regie von David Czesienski. [...] In einer Welt, in der kritisches Denken das einzige Mittel ist, um sich gegen Verführungen des organisierten Wahnsinns zu wehren, gehört dieses Gogol-Stück zum Pflichtprogramm.

Rolf-Dietmar Schmidt Volksstimme
15. 10. 2018


Charismatisch, aber auch schonungslos

Es ist bemerkenswert, Christoph Förster dabei zu beobachten, wie er immer tiefer dem Wahnsinn verfällt und wie er aus seiner inneren Leere ausbricht und seine heimlichen Wünsche in seiner Fantasie Gestalt annehmen. Er zeigt in dieser Produktion erneut, dass er sein Handwerk perfekt beherrscht und dass er jedes Repertoire ohne große Mühe bedienen kann. Neben der doch recht ernsthaften Thematik, aus dem das Stück besteht, werden die Lachmuskeln dennoch strapaziert. Ein unterhaltsamer, aber gleichzeitig auch nachdenklicher Abend wird garantiert.

Anna-Lena Kramer Blog
Stand 2. 1. 2019

https://anna-lena-kramer.com