Konsens

von Nina Raine
Deutsch von Michael Eberth

Ein junges Paar feiert die Geburt des ersten Kindes, Freunde sind zu Besuch. Das Ereignis wird launig kommentiert; die Männer, alle drei Anwälte, witzeln über ihre aktuellen Fälle. Kindsvater Edward steht als Verteidiger in einem Vergewaltigungsprozess seinem Freund Tim, dem Vertreter der Anklage, gegenüber. Das Opfer ist ihnen egal, ihnen geht es ums Kräftemessen, ums Gewinnen. Genau wie bei Zara, einer jungen Schauspielerin, die eigentlich an Tim verkuppelt werden sollte. Als Jake, der dritte Freund im Bunde, von seiner Frau Rachel verlassen wird, bricht für den einstigen Zyniker eine Welt zusammen. Rachel kämpft mit ebenso harten Bandagen wie er, die Kinder werden zur Verhandlungsmasse. Schließlich dringen auch in Edwards Ehe gut verdrängte Verletzungen an die Oberfläche, bis seine Frau Kitty schließlich Gleiches mit Gleichem vergilt und ihn betrügt, um sich an ihm zu rächen.

Die preisgekrönte britische Dramatikerin Nina Raine zeigt in ihrer brillanten, messerscharfen Komödie eine Gesellschaft, unfähig zu Empathie, die sich im Kampf um Sieg und Vergeltung beinahe selbst zugrunde richtet.

 

 

Vorstellungen
PREMIERE
Freitag
4. 10. 2019
19.30 Schauspielhaus / Studio

Premiere
Fr. 4. 10. 2019

Regie Katja Langenbach
Bühne / Kostüme Hella Prokoph
Musik Roderik Vanderstraeten
Dramaturgie Caroline Rohmer