Nov 19
Fr. 15. 11.
19.30 Uhr
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Sa. 23. 11.
19.30 Uhr
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Dez 19
Fr. 6. 12.
19.30 Uhr
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Sa. 7. 12.
19.30 Uhr
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Jan 20
Do. 16. 1.
19.30 Uhr
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Fr. 24. 1.
19.30 Uhr
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Konsens

Nina Raine


Deutsch von Michael Eberth

Premiere

Fr.
4. 10.
2019

Schauspielhaus Studio

Ein junges Paar feiert die Geburt des ersten Kindes, Freunde sind zu Besuch. Das Ereignis wird launig kommentiert; die Männer, alle drei Anwälte, witzeln über ihre aktuellen Fälle. Kindsvater Edward steht als Verteidiger in einem Vergewaltigungsprozess seinem Freund Tim, dem Vertreter der Anklage, gegenüber. Das Opfer ist ihnen egal, ihnen geht es ums Kräftemessen, ums Gewinnen. Genau wie bei Zara, einer jungen Schauspielerin, die eigentlich an Tim verkuppelt werden sollte. Als Jake, der dritte Freund im Bunde, von seiner Frau Rachel verlassen wird, bricht für den einstigen Zyniker eine Welt zusammen. Rachel kämpft mit ebenso harten Bandagen wie er, die Kinder werden zur Verhandlungsmasse. Schließlich dringen auch in Edwards Ehe gut verdrängte Verletzungen an die Oberfläche, bis seine Frau Kitty schließlich Gleiches mit Gleichem vergilt und ihn betrügt, um sich an ihm zu rächen.

Die preisgekrönte britische Dramatikerin Nina Raine zeigt in ihrer brillanten, messerscharfen Komödie eine Gesellschaft, unfähig zu Empathie, die sich im Kampf um Sieg und Vergeltung beinahe selbst zugrunde richtet.

 

 

Aufführungsdauer: 2:30 h (inkl. Pause)

Video

Pressestimmen

 

Starke sprachlose Momente

Carmen Steinert als Rachel, Christoph Bangerter als Jake, Andreas C. Meyer als Tim oder Isabel Will als Zara, deren sängerische Qualitäten ein Geheimtipp sein dürften, sowie die überzeugende Anne Hoffmann als Vergewaltigungsopfer Gayle boten eine exzellente Ensembleleistung. [...] In der Regie von Katja Langenbach folgen den explosiven Ausbrüchen in einer recht rauen Sprachführung dramatische Pausen (Dramaturgie Caroline Rohmer), wenn die Juristenlogik in die Sprachlosigkeit führt. Das sind die stärksten Momente der Inszenierung. 

 

Rolf-Dietmar Schmidt,
Volksstimme, 7. 10. 2019