Ab jetzt

von Alan Ayckbourn | Deutsch von Corinna Brocher und Peter Zadek

»Aber man darf sich in Maschinen nicht einfühlen, oder? Das soll fatal sein. Aber ich mach das andauernd. Ich schrei und schimpf mit meiner Waschmaschine.«
ZOE


Willkommen in naher Zukunft, irgendwo in einem Vorort von London. Draußen toben die Töchter der Finsternis, sorgen für Recht und Ordnung, drinnen verbarrikadiert sich der besessene Musiker Jerome hinter Fensterläden aus Stahl. Seine Kompositionen erschafft er aus Alltagsgeräuschen und sonderbaren Sprachfetzen, die er über eine monumentale Abhöranlage innerhalb seiner Wohnung  generiert. Spätestens seit ihn seine Frau Corinna samt der gemeinsamen Tochter Geain verlassen hat, fehlen ihm Inspiration und Material. Um das Sorgerecht für seine Tochter wiederzubekommen und endlich wieder einen echten Hit kreieren zu können, greift er zu radikalen Mitteln, mietet erst eine Schauspielerin für das Vorspielen einer heilen Familienwelt und programmiert dann, als ihm jene davonrennt, einen menschenähnlichen Roboter. Mit »Ab jetzt« entwirft der britische Komödienaltmeister Alan Ayckbourn eine ungewöhnliche Familienzusammenführung. Zwischen Science-Fiction und grotesker, düsterer Farce untersucht er auf irrwitzige Weise die Verbindung von Mensch und Maschine und schafft skurrile Situationskomik.


Ein Gespräch mit dem Regisseur Stephan Thiel über seine Inszenierung können Sie hier nachlesen.

Vorstellungen
Samstag
28. 4. 2018
19.30 Schauspielhaus / Studio
Tickets
Donnerstag
10. 5. 2018
18.00 Schauspielhaus / Studio
Tickets
Donnerstag
14. 6. 2018
19.30 Schauspielhaus / Studio
Tickets
Freitag
15. 6. 2018
19.30 Schauspielhaus / Studio
Tickets

Premiere am Sa. 17. 2. 2018

Regie Stephan Thiel
Raumbühne / Kostüme Christiane Hercher
Dramaturgie Maiko Miske

Jerome Ralph Opferkuch
Zoe/Gou Marie Ulbricht
Corinna/Gou Anne Hoffmann
Mervyn/Lupus Marian Kindermann
Geain u.a. Carmen Steinert

Video

Pressestimmen

Das Theater rüstet in Sachen Zukunft buchstäblich auf. Im Schauspielhaus gab es am Sonnabend eine Doppelpremiere: Die bisherige Studiobühne verwandelte sich unter Leitung von Christiane Hercher zur „Raumstation Paradies", wo künftig weitere Inszenierungen beheimatet sein werden. Das Stück „Ab jetzt" von Alan Ayckbourn in der Regie von Stephan Thiel war zur Erstbespielung ausersehen. Das Publikum war begeistert! [...] Aber eigentlich ist die Story nebensächlich, das Entscheidende sind die großartigen Szenen, die den perfekten Wahnsinn von der Posse über die Farce bis zur Groteske präsentieren. Das lachbereite Publikum kommt kaum zu Atem. [...] Ayckbourn textete einen Plot, der zwei Schauspielerinnen die Chance eröffnet, ihr Können in Vielfalt zu beweisen, was die Aktricen auch herzhaft nutzen, und Regisseur Thiel balanciert Komik, Darstellerleistung und Wortpointen sowie Fabelführung handwerklich gekonnt aus. Wer über die Zukunft lachen will, bevor sie ihn mit ernster Breitseite ereilt, sollte ein Billett in der „Raumstation Paradies“ erwerben.

Gisela Begrich, 19. 2. 2018
Volksstimme