Fette Männer im Rock

von Nicky Silver | Deutsch von Frank Heibert | Ab 16 Jahren

»Ich hatte ein Kind, das ich liebte, und ich habe ihm beigebracht, Nonnen die Arme abzuhacken.«
PHYLLIS

Phyllis Hogan, eine attraktive Frau in den Vierzigern, stürzt mit ihrem Sohn Bishop auf einer einsamen Insel ab, während ihr untreuer Ehemann Howard mit seiner jungen Geliebten Pam in Italien weilt und sich auf der Suche nach einem Drehort befindet. Mutter und Sohn, auf sich allein gestellt, verfallen dem Kannibalismus und beginnen eine inzestuöse Beziehung. Nach ihrer Rettung präsentiert der Vater seine schwangere Geliebte zunächst als Putzkraft, die Bishop notgedrungen umbringt, um kleinere Familiengeheimnisse zu bewahren. Schließlich ist selbst Howard vor seinem Sohn nicht mehr sicher und Bishop landet in der Psychiatrie. Dort trifft er auf die psychisch gestörte und mit dementer Fröhlichkeit gesegnete Popo Martin.

Eine außergewöhnlich skurrile Komödie, die den Ödipuskomplex in bissig-ironischer Sprache durchdekliniert und die Frage nach Moral und Schuld völlig neu stellt.

Vorstellungen
Aktuell sind keine weiteren Termine bekannt.

Regie Stephan Thiel
Bühne/Kostüme Katja Turtl
Dramaturgie Christiane Hercher, Lisa Dressler

Phyllis Hogan Iris Albrecht
Bishop Hogan Timo Hastenpflug         
Howard Hogan/Dr. Nestor Sebastian Reck
Pam/Popo Martin Marie Ulbricht

Video

Pressestimmen

Formal ist das Theaterstück eine Komödie. Die Dialoge sind geschliffen, meist sehr pointiert, und es gibt jede Menge Lacher. Und trotzdem: Oft bleibt dieses Lachen im Halse stecken, denn dahinter verbergen sich fast immer Abgründe des Menschseins. […] Unter den vier Darstellern jemanden hervorzuheben, scheint angesichts so überwältigender schauspielerischer und körperlicher Präsenz fast unmöglich. […] Diese Szenen so darzustellen, dass die darin verborgene Botschaft nicht verlorengeht, das ist eine ganz große Leistung der Schauspieler und der gesamten Inszenierung. Mitunter anstrengend, packt es aber emotional, wenn man sich darauf einlässt.

Rolf-Dietmar Schmidt, Magdeburger Volksstimme, 23. 3. 2015

...eine ganz große Leistung der Schauspieler und der gesamten Inszenierung.

Magdeburger Volksstimme