»Kunst«

von Yasmina Reza | Deutsch von Eugen Helmlé

»Die weißen Linien. Wie kannst du die Linien sehen, wenn der Untergrund weiß ist?«
YVAN

Würden Sie ein weißes Bild mit weißen Streifen kaufen? Für Zweihunderttausend? Nein? Serge schon! Er entfacht damit einen aberwitzigen Streit zwischen sich und seinen Freunden: Als er eines Abends voller Euphorie sein Bild vorführt, sieht er sich konfrontiert mit dem völligen Unverständnis von Marc, der die teure Errungenschaft rigoros in Frage stellt. Er bezeichnet das Bild als »einen Scheiß«, verletzt Serges Ego und legt damit persönliche Befindlichkeiten frei, die schon seit längerem angekratzt scheinen. Da bricht Yvan, der Dritte im Bunde, weinerlich mit seinen unglücklichen Familiengeschichten herein. In seiner tumben, unbeholfenen Art lässt er die Situation in all ihrer Komik und Absurdität explodieren. Yasmina Reza stellt in »Kunst« eine langjährige Männerfreundschaft auf den Prüfstand und zeigt auf geistvoll-brillante Weise, wo Freundschaft beginnt und wo sie aufhört. In pointierten Dialogen über das Leben und die Kunst entlarvt die Autorin die paradoxen Selbstzuschreibungen des heutigen Bildungsbürgertums und entzündet damit ein widersinniges Wortgewitter im Wohnzimmer.

Vorstellungen
Dienstag
19. 12. 2017
19.30 Schauspielhaus / Studio
Abendbesetzung: Ralph Opferkuch · Lukas Mundas · Daniel Klausner
Tickets
Freitag
22. 12. 2017
19.30 Schauspielhaus / Studio
Abendbesetzung: Ralph Opferkuch · Lukas Mundas · Daniel Klausner
Tickets
Samstag
20. 1. 2018
19.30 Schauspielhaus / Studio
Abendbesetzung: Ralph Opferkuch · Lukas Mundas · Daniel Klausner
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Donnerstag
25. 1. 2018
19.30 Schauspielhaus / Studio
Abendbesetzung: Ralph Opferkuch · Lukas Mundas · Daniel Klausner
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Premiere am Fr. 13. 10. 2017

Pressestimmen

Regisseur David Schliesing und seine drei Schauspieler wurden am Freitag bei der Premiere im Studio mit Applaus überschüttet. [...] Die Aufführung bleibt in jeder Minute intelligent, unterhaltsam und charmant. [...] Die drei Akteure Daniel Klausner, Ralph Opferkuch, Lukas Paul Mundas beherrschen ihr Handwerk, und siehe da, es entsteht Kunst.

Gisela Begrich, Volksstimme,
16. 10. 2017