Hello. It’s me Democracy

von Jan Koslowski | Frei nach Motiven des Romans »Die Stadt der Sehenden« von José Saramago | Uraufführung

»Ein Kommunist kann auch ein schlechter Mensch sein, so wie ich zum Beispiel. Ich kann ein guter Kommunist sein und ich kann gleichzeitig schlecht im Bett sein.«
ER

Politik, Sex, Filme oder der Glaube, die Wirklichkeit politisch verändern zu können – Jan Koslowski entwirft, inspiriert von »Die Stadt der Sehenden«, eine Parabel über das Private im Politischen. Ein Großteil der Bevölkerung geht zwar wählen, setzt jedoch kein Kreuz und gibt leere Wahlzettel ab. Die drei Parteien Mitte, Links und Rechts sehen sich nun durch die hohe Zahl an Nichtwählern in ihrer Legitimation bedroht. Weiße Wahlzettel, ein Aufstand der Bürger, geheim geplant? Mit aller Macht wollen die regierenden Parteien den Verschwörern auf die Spur kommen. Und mit steigender Paranoia und Verzweiflung greifen die Politiker zu immer absurderen Mitteln, die Bevölkerung zum Wählen zu bringen. In Jan Koslowskis Szenario werden Mitte, Links und Rechts in einen privaten Kosmos versetzt, wo sie als öffentliche Instanzen die politischen Methoden verkörpern oder als Individuen für den Widerstand auf die Straße gehen und dabei auch eine Liebesbeziehung führen: große Gefühle, kleine Verbindlichkeiten. Und was hat das mit uns ganz privat zu tun? Die äußeren Umstände bedingen das Scheitern im Privaten und das Private wird politisch, oder wie war das nochmal?

Vorstellungen
PREMIERE
Samstag
30. 9. 2017
19.30 Schauspielhaus / Studio
Tickets

Premiere am Sa. 30. 9. 2017

Regie Jan Koslowski
Bühne Maximilian Siebenhaar
Kostüme Svenja Gassen
Dramaturgie Laura Busch