Die Letzten

von Maxim Gorki | Deutsch von Werner Buhss

»Das Schwache, Unnütze – geht unter.«
LJUBOW

Der ehemalige Polizeichef Kolomizew und seine Familie gehören zu den Letzten. Sie sind Überbleibsel eines alten Systems, das von Umbrüchen und Chaos erschüttert wird. Revolution schwelt in Russland. In der Familie wüten Gewalt, Betrug und Missgunst. Alle reden durcheinander, schreien, hören nicht zu, fallen übereinander her. Der wegen Amtsmissbrauch und Alkoholproblemen gefeuerte Vater herrscht absolut über seine Familie – nur auf seinen Vorteil bedacht, uneinsichtig, sich im Recht glaubend und bar jeder Wahrnehmung, dass er mit seinem Verhalten Hass und Zwietracht sät. Und obwohl solche Männer zu den Allerletzten zählen, haben sie wieder und immer noch das Sagen. Mit bitterem Blick schaut Gorki auf sein Russland, das im Strudel der Revolution unterzugehen droht. Die Starken halten sich über Wasser, während die Schwachen ertrinken. Der aus Film und Fernsehen bekannte Schauspieler Milan Peschel setzt Gorkis Stück in Magdeburg in Szene, wo es 1951 seine DDR-Erstaufführung erlebte und sein Autor Namenspatron der Städtischen Bühnen wurde. 

 

 

Vorstellungen
Mittwoch
8. 5. 2019
19.30 Schauspielhaus / Bühne
Abendbesetzung: Zlatko Maltar · Michael Kamp · Antonia Sophie Schirmeister · Marian Kindermann · Léa Wegmann · Carmen Steinert · Daniel Klausner · Maike Schroeter · Susi Wirth · Matthias Rheinheimer · Lukas Mundas · Thomas Schneider
Tickets
Freitag
31. 5. 2019
19.30 Schauspielhaus / Bühne
Abendbesetzung: Zlatko Maltar · Michael Kamp · Antonia Sophie Schirmeister · Marian Kindermann · Léa Wegmann · Carmen Steinert · Daniel Klausner · Maike Schroeter · Susi Wirth · Matthias Rheinheimer · Lukas Mundas · Thomas Schneider
Tickets
Donnerstag
13. 6. 2019
19.30 Schauspielhaus / Bühne
Abendbesetzung: Zlatko Maltar · Michael Kamp · Antonia Sophie Schirmeister · Marian Kindermann · Léa Wegmann · Carmen Steinert · Daniel Klausner · Maike Schroeter · Susi Wirth · Matthias Rheinheimer · Lukas Mundas · Thomas Schneider
Tickets

Premiere
Sa. 23. 2. 2019

Aufführungsdauer: 3:15 h (inkl. Pause)

Video

Pressestimmen

Eine Großartige Ensemble-Leistung

Regisseur Milan Peschel stellt bewusst Gorkis Nihilismus der menschlichen Persönlichkeit in den Mittelpunkt seiner Inszenierung. [...] In dem Werk wird dem Zuschauer einiges abverlangt, vor allem aber den Schauspielern, weil sie von einem auf den anderen Moment nicht selten das Genre wechseln müssen. Sie springen aus einer ergreifend-dramatischen Szene in eine fast comedyhafte Rolle, um kurz darauf wieder ganz bei Maxim Gorki zu sein. [...] Das Stück endet mit einem an das Publikum gerichteten Appell. Man solle das Trennende vergessen, und vor allem den Kindern auf ihrem Lebensweg alles mitgeben, was sie befähige, ein sinnerfülltes Dasein zu gestalten.

Rolf Dietmar Schmidt, Volksstimme, 25. 2. 2019

Die Selbstzerfleischung einer Familie

Die von Maxim Gorki im Drama »Die Letzten«  porträtierte Familie ist der individuelle Spiegel für die gesellschaftliche Zerrissenheit im zaristischen Russland um 1900. Das selten gespielte Stück hat Milan Peschel am Schauspielhaus Magdeburg inszeniert, wo es 68 Jahre zuvor seine DDR-Erstaufführung erlebte. Damals als Sinnbild der »zum Untergang bestimmten der kapitalistisch-imperialistischen Gesellschaftsordnung« gedeutet, ist es für Peschel generell ein Lehrstück über das Verhalten von Menschen in epochalen Umbruchzeiten. [...] Die Letzten werden nicht die Ersten sein, lehrt das spartanisch in Szene gesetzte Stück.

Kai Agthe, Mitteldeutsche Zeitung, 26. 2. 2019