Antigone und Ödipus

Trilogie der Verfluchten: König Ödipus. Sieben gegen Theben. Antigone von Sophokles und Aischylos |
Deutsch von Dietrich Ebener

»Was soll ich Arme noch zu den himmlischen Gewalten schauen?«
ANTIGONE

Die Götter lassen ab von den Menschen und schon verstricken diese sich blindgeworden in schwere Schuld. Es beginnt mit Ödipus, der unwissentlich den Vater erschlägt, die Mutter heiratet, die ihm vier Kinder gebiert. Der antike Krimi erreicht seinen Höhepunkt, als Ödipus auf der Suche nach dem  Vatermörder sich selbst als Schuldigen erkennen muss. Zum modernen Mensch geworden, ist Ödipus zur Selbsterkenntnis verdammt. Die Geschichte aber setzt ihren fatalen Verlauf fort: Ödipus’ Söhne streiten nun um die Regentschaft über Theben und töten sich dabei gegenseitig. Übriggeblieben kämpft nur noch seine Tochter Antigone um das göttliche Recht der Familie. Das Duell mit Thebens König, ihrem Onkel Kreon, muss sie verlieren. Ihre Unschuld ist durch die Schuld des Vaters verwirkt. Antigone zerbricht an Kreons Starrsinn, der sich über das göttliche Recht erhebt. Von da an stehen bis heute die Menschen gottlos – wie Kreon – vollkommen auf sich gestellt, alleine da. Sophokles’ Tragödien »König Ödipus« und »Antigone«, ergänzt um Aischylos’ »Sieben gegen Theben«, erzählen die Geschichte einer Familie, die zwischen Gott und Mensch geraten ist.

Vorstellungen
PREMIERE
Freitag
29. 9. 2017
19.30 Schauspielhaus / Bühne
Tickets

Premiere am Fr. 29. 9. 2017

Regie Cornelia Crombholz
Bühne Marcel Keller
Kostüme Marion Hauer
Dramaturgie David Schliesing