#1 Manifest des Futurismus

Eine Positionsbestimmung, ein stichpunktartiges Nachdenken – das sind Manifeste. Ob politisch, gesellschaftlich oder in der Kunst verankert: Sie sind Appelle, Aufruf, ästhetisches Programm. Manifeste wollen aufbrechen, wo das Denken sich verfestigt hat, sie treiben Keile in Gewohnheiten. In den diesjährigen Exkursionen widmen wir uns den »Manifesten der Moderne«, gehen ihren Ideen auf den Grund, betrachten ihre Wirkungen und holen sie in den Diskurs der Gegenwart.

Sie waren Prediger einer brutalen Avantgarde: Sie liebten den Tod, hassten das Ich,verherrlichten das Auto, verteufelten Langsamkeit, priesen Maschinen und verdammten den Menschen. Am 20. Februar 1909 rief Filippo Marinetti sein »Manifest des Futurismus« aus und  verlieh damit dem Totalitarismus eine ästhetische Form: »Wir wollen preisen die angriffslustige Bewegung, die fiebrige Schlaflosigkeit, den Laufschritt, den Salto mortale, die Ohrfeige und den Faustschlag. Wir erklären, dass sich die Herrlichkeit der Welt um eine neue Schönheit bereichert hat: die Schönheit der Geschwindigkeit.«

 

 

 

Vorstellungen
Samstag
2. 2. 2019
19.30 Schauspielhaus / Studio
Tickets

Sa. 2. 2. 2019