Wo die Liebe endet, fangen Lieder an

Lieder von Eugen Engel

online    Sa. 3. 4. 2021     19.30 Uhr So. 4. 4. 2021    19.30 Uhr    
online    Mo. 5. 4. 2021    11.00 Uhr Di. 6. 4. 2021    11.00 Uhr    
online    So. 18. 4. 2021   18.00 Uhr Mo. 19. 4. 2021    18.00 Uhr 

 

EUGEN ENGEL (1875 — 1943)

»Ermunterung«
Text von Max Bruns

»Frühlingsfahrt«
Text von Hilde Marx

»Gleich und gleich«
Text von Johann Wolfgang von Goethe

»Nach dem ersten Kuss«
Text von Carl Busse

»Der Garten«
Text von Theodor Däubler

»Heimwärtsdenken«
Text von Hilde Marx

»Herbstgefühl«
Text von Friedrich Hebbel

 

»Herbst«
Text von Anita Goldberg

»Geh!«
Text von Hilde Marx

»Zuspruch«
Text von Hilde Marx

»Mondlicht«
Text von Theodor Storm

»Schmales Boot«
Text von Hilde Marx

»Lied. Ruhst in meinen Händen«
Text von Hilde Marx

Benjamin Lee, Jadwiga Postrożna, Emilie RenardKarina Repova Gesang
Pawel Poplawski Musikalische Einstudierung, Klavier

Aufnahmeleitung Christiane Hercher
Dramaturgie Hannes Föst
Videoproduktion Barbara Janotte, Christin Redmer, Philip Schillhahn
 

Ludwig van Beethoven gilt als der erste »freie« Komponist, der von seiner Kompositionsarbeit leben konnte. Aber durch die Jahrhunderte gibt es bis heute zahlreiche Beispiele nebenberuflicher Komponisten, denen ein »Brotberuf« ihr künstlerisches Schaffen erst ermöglicht. Der Versicherungsangestellte Charles Ives, der Forstbeamte Modest Mussorgsky, der Dirigent und Intendant Gustav Mahler. Der deutsch-jüdische Komponist Eugen Engel, geboren 1875 in Ostpreußen, führte in Berlin die Kaufmannstradition seiner Familie fort. Daneben aber war er fest ins Musikleben der Metropole eingebunden, korrespondierte u. a. mit Bruno Walter, Wilhelm Backhaus und Engelbert Humperdinck. Und er komponierte: Sein Opus Magnum, die um 1930 entstandene, wegen des aufkommenden Nationalsozialismus aber nie aufgeführte Oper »Grete Minde« nach Theodor Fontane wird ihre Uraufführung im Februar 2022 am Theater Magdeburg erleben! Die handschriftliche Partitur des Werkes konnte Engels Tochter 1941 in die Emigration in die USA retten. Eugen Engel selbst wurde 1943 im Konzentrationslager Sobibor ermordet, keines seiner acht Geschwister überlebte die Shoah.

Als Beispiel für Engels an Wagner und Humperdinck geschulten spätromantischen Stil präsentieren Sänger*innen des Theaters Magdeburg eine Auswahl seiner Lieder, die thematisch um Sehnsüchte und Ängste, das Leben und die Liebe kreisen.

Publikumsreaktion

Es ist zu loben, dass sich das Theater Magdeburg für den ganz vergessenen Komponisten Eugen Engel einsetzt. Das Liedprogramm eben habe ich mit Interesse gehört. Eugen Engel war kein Neuerer, aber doch ein ernstzunehmender Komponist. Auf seine Oper bin ich gespannt.

A. D.

3. 4. 2021

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