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Philisterburg

Jacques Decour
 

Deutsch von Stefan Ripplinger
Audiowalk durch die Stadt nach der gleichnamigen Erzählung
Uraufführung

In der Zeit vom 10. 7. bis 8. 8. 2021 kann der Audiowalk nicht gebucht werden. 

Karten und die Benutzerdaten erhalten Sie über die Theaterkasse, telefonisch oder per E-Mail nur von Mo – Fr von 10.00 – 15.00 Uhr.

 

Weitere Informationen finden sie hier:

http://bit.ly/Philisterburg-Hintergrundinformationen


PHILISTERBURG PROGRAMMFOLDER

oder an der Bühnenpforte des Schauspielhauses

Vor gut 90 Jahren, im Herbst 1930, kam der damals 20jährige Franzose Jacques Decour als Austauschlehrer nach Magdeburg ans Domgymnasium. Nach dem kulturellen Aufschwung der 20er Jahre war dies in Magdeburg infolge der Weltwirtschaftskrise eine Zeit von wachsender Arbeitslosigkeit – und auch von zunehmender Hetze: ein wachsender Teil der Deutschen hasste die Siegermächte des Ersten Weltkriegs, allen voran die Franzosen, während viele Franzosen ihrerseits die Deutschen als Kriegstreiber verteufelten. Jacques Decour hingegen war ein Franzose, der die Deutschen vor allem wegen ihrer Literatur liebte. Er liebte sie schon, als er sie noch nicht persönlich kannte, und liebte sie noch, als er sie 1930 kennenlernte. Seine mit jugendlich-unbestechlichem Blick verfassten Tagebuchaufzeichnungen aus Magdeburg, die in Frankreich 1932 unter dem fiktiven Namen „Philisterburg“ erschienen, bilden die Grundlage für einen Audiowalk durch die heutige Stadt auf den Spuren des Autors. Eine verschwundene, bunte Stadt mit unzähligen Geschäften, Kinos und Theatern wird ebenso lebendig wie eine zwischen politischen Extremen zerrissene Gesellschaft, die bereits auf den Faschismus zusteuert.

Sie können diesen Spaziergang jederzeit beginnen. Start ist am Bühneneingang des Schauspielhauses in der Otto-von-Guericke-Straße 64; der Walk endet am Allee-Center an der Ernst-Reuter-Allee, von wo aus Sie leicht zu Fuß oder mit der Straßenbahn zum Theater zurückkehren können.

 

Für den Audiowalk benötigen Sie ein Smartphone (mobile Daten müssen aktiviert sein) oder ein vergleichbares Abspielgerät für MP3-Dateien, sowie Kopfhörer.
In der Zeit von Mo. bis Fr. von 10.00 bis 15.00 Uhr buchen Sie Ihr Ticket über die Theaterkasse. Sie erhalten im Anschluss Ihre Zugangsdaten, um die erforderliche Audiodatei herunterzuladen. Am Wochenende können Sie das Ticket online buchen und erhalten einen Link zum Audiowalk. Sie benötigen eine aktive Internetverbindung auf Ihrem SmartphoneTickets sind für 5 € erhältlich. Wir benötigen zur Buchung Ihre Anschrift, Telefonnummer, IBAN oder Kreditkartendaten, sowie Ihre E-Mail-Adresse.

Aufführungsrechte mit freundlicher Genehmigung der AB - Die Andere Bibliothek GmbH & Co. KG, Berlin 2021

Mit den Stimmen von
Iris Albrecht und Carmen Steinert

Konzeption und Textfassung Elisabeth Gabriel
Realisierung, Sounddesign und Komposition
Karolin Killig
Mitarbeit Konzeption und Text Veronika Riedel
Stadtgeschichtliche Beratung Nadja Gröschner

Dauer: ca. 90 Minuten

 

Pressestimme

 

Tolle visuelle Kulisse vor dem
inneren Auge

Das Hörspiel ist [..] schön gestaltet. Zahlreiche Geräusche und angenehme Musik untermalen die Erzählungen von Jacques Decour – mal ist es das Rattern eines Zuges, mal klapperndes Geschirr aus einem Restaurant, mal das Gezwitscher von Vögeln. Und so schaffen es die Macher, vor dem inneren Auge des Teilnehmers eine visuelle Kulisse anzuregen. [...] Nach etwa 90 Minuten erreiche ich das Ziel. Und bin insgesamt begeistert.

Christina Bendigs Volksstimme

27. 3. 2021

 

 


Spannende Zeitreise

Der 90-minütige Trip durch Magdeburg ist genau konzipiert: Selbst Ampelübergänge sind zeitlich eingetaktet, Toneinblendungen schaffen Atmosphäre (Karolin Killig). [...] Deutlich markieren sich Unterschiede und Ähnlichkeiten vom Gestern zum Heute: Dem damaligen Besucher präsentiert sich die Altstadt als bunte Metropole: 20 Lichtspielhäuser, drei Tonkinos, Cafés, die farbigen Fassaden von Taut, Barockbauten und eine Fülle eleganter Menschen. [...] So legt sich wie eine Folie immer wieder Damaliges über Heutiges und gleicht das eigene Zeit- und Weltempfinden mit der Vergangenheit ab. Das vor allem macht den Charme des Projektes aus.

Gisela Begrich DATES

April 2021

Publikumsreaktion



Eine wunderbar spannende Zeitreise, die 1930 in Magdeburg und Deutschland generell wirklich fast erschreckend nah heranholt. [...] Danke!!!

T.W.


Ich habe diese Stadterkundung am Ostersonntag auf den Spuren von Jacques Decour gemacht und bin absolut begeistert davon. Ich kannte Jacques Decours Werk und seine Person und war bereits positiv eingestimmt. Denn es ist einfach eine großartige Idee, die Stadt mit Jacques Decour vermittelt zu entdecken und über seine klugen Betrachtungen etwas von der Zeit seines Aufenthalts zu erfahren. Als Romanistin bin ich begeistert, wie klug die beteiligten Ideengeber und Künstler mit diesem Autor und seinem Text umgegangen sind. Ich möchte Ihnen und allen Beteiligten für das einmalige Erlebnis danken.

M. G.

6. 4. 2021


Am Wochenende zogen wir zu viert mit Kopfhörern also durch Magdeburg und lauschten den Erzählungen und einnehmenden Geräuschen, die uns den Alltag und die Umstände gänzlich vergessen ließen. [...] Wir haben mit Spannung gelauscht, unsere Fantasie wurde angeregt und wir lernten als Nicht-Ur-Magdeburger so viel über Historie und subjektive Wahrnehmung einer ganz besonderen Zeit. Vielen Dank, wir haben dadurch ein ganz besonderes Erlebnis genießen können!

L. K.

26. 4. 2021