Eden One

Ballett-Miniaturen von Gonzalo Galguera
Musik von Georg Friedrich Händel, Antonio Vivaldi, Johann Sebastian Bach, Domenico Cimarosa, Johann Friedrich Meister und Alessandro Marcello

online    So. 4. 4. 2021 18.00 Uhr Mo. 5. 4. 2021    18.00 Uhr    
online    So. 11. 4. 2021 16.00 Uhr Mo. 12. 4. 2021    16.00 Uhr    
online    Fr. 30. 4. 2021 19.30 Uhr Sa. 1. 5. 2021    19.30 Uhr    

 

Parallel zu den – durch die coronabedingten Auflagen eingeschränkten – Proben zum Ballettklassiker »Paquita« hat sich Gonzalo Galguera in den letzten Monaten mit der kleinen Form des Ballett-Solos beschäftigt. Anregen ließ er sich dabei von Barockmusik und Gedichten von Hilde Domin. Herausgekommen ist eine Folge von Tanz-Miniaturen rund um die Themen Paradies, Aufbruch und Verführung. Wie die ersten Menschen erkunden Tänzer*innen ihre Welt, suchen nach ihrem Sehnsuchtsort, brechen in ein neues Leben auf – und entdecken einander.

 

Ziehende Landschaft
 

Man muss weggehen können
und doch sein wie ein Baum:
als bliebe die Wurzel im Boden,
als zöge die Landschaft und wir ständen fest.
Man muss den Atem anhalten,
bis der Wind nachlässt
und die fremde Luft um uns zu kreisen beginnt,
bis das Spiel von Licht und Schatten,
von Grün und Blau,
die alten Muster zeigt
und wir zuhause sind,
wo es auch sei,
und niedersitzen können und uns anlehnen,
als sei es an das Grab
unserer Mütter.

Hilde Domin

 

Die Mitwirkenden wurden im Rahmen des Schutz- und Hygienekonzepts des Theaters Magdeburg auf Corona getestet.

Choreografie, Regie Gonzalo Galguera
Bühne Christiane Hercher
Kostüme Stephan Stanisic
Dramaturgie Ulrike Schröder

Mit Anastasia Gavrilenkova, Mihael Belilov, Antoine Bertran, Admir Kolbuçaj, Giorgio Perego

Liebes Publikum, derzeit bieten wir einen Großteil unserer Onlineformate kostenlos an. Sie können aber gern einen symbolischen Ticketpreis an das Theater Magdeburg spenden.
Kontoverbindung: Theater Magdeburg – LH Magdeburg   
IBAN: DE02 8105 32 72 0037 0099 56   BIC: NOLADE21MDG   
Verwendungszweck: Spende Theater Magdeburg – (eigenen Namen eintragen)

Pressestimme

 

Immer wieder – und das möchte man schon gerne für das Aufblitzen paradiesischer Momente empfinden – vermag es Galguera, die Tänzer in einen betörenden Dialog mit den musikalischen Emotionen ausgewählter Barockmelodik zu führen. Und aus dem musikalischen Dialog entwickelt sich einer der Körper zweier Tänzer. Was zunächst wie synchron choreografiert wirken könnte, erweist sich bald als die jeweils individualisierte Weiterführung einer Art Spiegelung, aber in Wandlungen, die bei minimalen Veränderungen neue Visionen aussenden.

Boris Michael Gruhl tanznetz

16. 3. 2021

 

 

Den Mitwirkenden der an weiteren Abenden bis April angesetzten Produktion „Eden One“ sind die beiden langen Lockdowns nicht schlecht bekommen. Betreffend Agilität und Kondition zeigen sie sich in jener ausgezeichnet guten Form, an die Gonzalo Galguera sein Publikum in den letzten Jahren mit abendfüllenden Handlungsballetten und stilsicheren Adaptionen romantischer Klassiker gewöhnt hat. Das ist ein gutes Zeichen für den Geist der Kompanie, egal ob die Kamera sie in halbnahen Einstellungen oder die Totale der mit einer weißen Projektionsfläche begrenzten Opernhaus-Bühne einfängt. Immer überträgt sich die energetische Topspannung derart vital, dass die Gesten und mit fast überakzentuierter Kraft ausgeführten Sprünge zu stark sind für die Kamera und ständig aus deren Sichtfeld hinauszudrängen scheinen.

Roland Dippel Die Deutsche Bühne online

15. 3. 2021

 

 

Sehr sportiv, fast turnerisch, ein Spiel mit und ein Ausreizen der Möglichkeiten des eigenen Körpers. […] Schließlich finden sich alle fünf in inniger körperlicher Gruppenverstrickung. Das sieht schön aus […]. Und der Moment, in dem sich das kleine fünfköpfige Ensemble findet, ist dann auch schon der Schlusspunkt.

Wolfgang Schilling MDR Kultur

15. 3. 2021