Okt 21
So. 10. 10.
16.00 Uhr
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Fr. 15. 10.
19.30 Uhr
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Nov 21
Fr. 5. 11.
19.30 Uhr
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Fr. 26. 11.
19.30 Uhr
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DER ZIGEUNERBARON

JOHANN STRAUSS 


Operette in drei Akten
Text von Ignatz Schnitzer nach der Novelle »Saffi« von Mór Jókai
Dialogfassung von Tobias Heyder
Reduzierte Orchester-Fassung von Pawel Poplawski

Wiederaufnahme

So.
10. 10.
2021

Opernhaus Bühne

Kann man Johann Strauß’ Operette »Der Zigeunerbaron« mit all seinen Klischees und Rassismen, seinen »Zigeunern« und seiner Kriegsbegeisterung heute noch auf die Bühne bringen? Das Theater Magdeburg hat es gewagt. Regisseur Tobias Heyder (»Die Gärtnerin aus Liebe«, »Xerxes«) hat Strauß’ opernhafteste Operette als bewegte Revue inszeniert und diesem einst als österreichisch-ungarische »Einheitsoperette« verschrienen Werk so neues Leben eingehaucht. Er verlegt die Vorgänge um einen in seine ungarische Heimat zurückkehrenden Exilanten, einen legasthenischen Schweinezüchter, einen geheimen Schatz und eine große Liebe in ein Revuetheater, den »Club der Affen«. Dort arbeitet sich eine Theatertruppe lustvoll und scharfzüngig an diesem Werk der »Goldenen Operettenära« ab.

Die »neue musikzeitung« schrieb nach der Premiere begeistert: »Heyder ist der Balanceakt gelungen, Operette ernst zu nehmen und doch den Charme des Genres nicht zu verraten. Dieser ›Zigeunerbaron‹ ist weder Pusztafolklore noch Wiener Schmäh, sondern Operette, wie sie heute sein kann.«


Diese Inszenierung entsteht unter Berücksichtigung der coronabedingten Auflagen.

Musikalische Leitung Justus Tennie
Regie Tobias Heyder
Bühne Pascal Seibicke
Kostüme Janine Werthmann
Choreografie Kerstin Ried
Dramaturgie Thomas Schmidt-Ehrenberg

TRAILER

Pressestimme

 

Schöner Orchesterklang und toller Hauptdarsteller

Die Ouvertüre erklingt in einer von Dirigent Pawel Poplawski eingerichteten kleinen Orchesterfassung. Das macht den Klang durchsichtig, modelliert die Farben besonders deutlich. Schöne Soli der Holzbläser kontrastieren zu knackigen Orchestereinwürfen. […]  Dass Noa Danon ganz in Weiß mit Prinzessinenkrönchen umwerfend aussieht, versteht sich von selbst. […] Anders Kampmann sang einen wohllautenden, sehr jugendlichen Barinkay, der aber auch kräftig aufdrehen konnte. […] Beeindruckend straff und generalsmäßig stimmstark, fast gespenstisch Johannes Wollrab als kanonenreitender Militarist Homonay.

Irene Constantin Volksstimme

26. 10. 2020

 

 


Noa Danon ist der Star des Abends

Die wichtigste Erfindung der Regie ist aber die kleine Rolle des »Conte Carnero«, der schon im Original satirisch überzeichnet ist, zur »Conférencière« auszubauen. Susi Wirth spielt den schön androgyn […]. […] Star des Abends war eindeutig der dunkle Sopran von Noa Danon als »Saffi«, der es gelungen ist, ihrer Rolle ein opernhaftes Pathos zu verleihen, das dem Werk gut bekommen ist. […] Hier muss man wirklich schwärmen, was für ein Mut und eine musikalische Leistung, in Magdeburg einen unverstümmelten, musikalisch fast vollständigen Zigeunerbaron zu zeigen und so dem Komponisten wirklich gerecht zu werden.

Mathias Käther MDR Kultur

25. 10. 2020

 

 


Glänzende Show

Die Dialogfassung hat der Regisseur gleich selbst beigesteuert. Da wird sogar der heute ausrangierte Begriff »Zigeuner« hinterfragt. In ihrer markant und effektvoll gesprochenen Rolle als Conférencier […] macht Susi Wirth das geschickt platziert und mit Witz. […] Dass die Magdeburger Haus Primadonna Noa Danon aus dem Auftritt von Saffi mit ihrem Charisma eine Show macht, war klar. Dazu trägt vor allem das von Kerstin Ried choreografierte fabelhaft auf der Treppe und über Tisch und Stühle tanzende Ballett bei. Heyder ist der Balanceakt gelungen […].

Joachim Lange Neue Musikzeitung

2. 11. 2020