Nov 21
So. 14. 11.
16.00 Uhr
TicketsTickets

RIGOLETTO

GIUSEPPE VERDI


Oper in drei Akten
Libretto von Francesco Maria Piave
nach Victor Hugos Schauspiel »Le Roi s’amuse«
Reduzierte Orchester-Fassung von Alberto Colla
In italienischer Sprache mit deutschen Übertiteln

Premiere

So.
19. 9.
2021

Opernhaus Bühne

»Das Stück ist unmoralisch? Glauben Sie? Ist es das im Wesentlichen? Hier ist das Wesentliche: Triboulet ist missgestaltet; Triboulet ist krank; Triboulet ist der Hofnarr; ein dreifaches Unglück, das ihn böse macht.« So charakterisierte der französische Autor Victor Hugo sein Skandalstück »Le Roi s’ amuse« (»Der König amüsiert sich«). Die Hauptfigur faszinierte den aufstrebenden Opernkomponisten Verdi derart, dass er den Hofnarren, dessen Zuhälterdienste für den König schließlich auf ihn selbst und seine Tochter zurückschlagen, zur Titelfigur seiner Oper »Rigoletto« machte. Hugos Drama sollte nach seiner Uraufführung 1832 – im Rahmen der Auseinandersetzungen um die Juli-Revolution – für 50 Jahre Aufführungsverbot in Frankreich erhalten. Verdis politisch ein wenig entschärfte Oper trat dagegen als erstes Meisterwerk des Komponisten nach ihrer triumphalen Uraufführung 1851 sofort einen ungebrochenen Siegeszug über die Bühnen der Welt an.

Trotzdem rief die drastische Handlung mit ihren schroffen Gegensätzen und teils unlogischen Handlungsumschwüngen immer wieder Kritiker auf den Plan. Doch dem klugen Musikdramatiker und Literaturkenner Verdi ging es vor allem um die glaubwürdige, differenzierte Darstellung widersprüchlicher Persönlichkeiten: »Ein  Buckliger, der singt! werden manche sagen. Na und? Ich finde es gerade sehr schön, eine äußerst missgestaltete und lächerliche Person darzustellen, die innerlich leidenschaftlich und von Liebe erfüllt ist.«


Zu dieser Inszenierung bieten wir theaterpädagogisches Begleitmaterial an. Anfragen richten Sie bitte an theaterpaedagogik[at]theater-magdeburg.de

Musikalische Leitung Svetoslav Borisov
Regie Christian von Götz
Bühne Dieter Richter
Kostüme Sarah Mittenbühler
Dramaturgie Ulrike Schröder
Choreinstudierung Martin Wagner

Der Herzog von Mantua Carlos Cardoso / Jonathan Winell
Rigoletto, sein Hofnarr Kihun Yoon
Gilda, dessen Tochter Hyejin Lee
Sparafucile, ein Auftragsmörder Johannes Stermann
Maddalena, seine Schwester Karina Repova
Giovanna, Gildas Aufseherin Karina Repova
Der Graf von Monterone Nicholas Morris
Marullo, ein Edelmann Marko Pantelić
Matteo Borsa, ein Höfling Benjamin Lee
Der Graf von Ceprano Zhive Kremshovski
Die Gräfin von Ceprano, seine Frau
Jenny Gerlich / Uta Zierenberg
Der Page der Herzogin Ilka Hesse

Herren des Opernchores des Theaters Magdeburg
Herren des Balletts Magdeburg
Statisterie des Theaters Magdeburg
Magdeburgische Philharmonie

Pressestimme

 

Ein Genuss

Svetoslav Borisov am Pult tat genau das Richtige und hielt das emotionsgeladene Schauerstück […] mit präzis straffen Tempi und durchsichtigem Klang im Zaum. Carlos Cardoso, agiler portugiesischer Strahletenor, gab in der Partie des Herzogs alles. Jeder Verdi-Hit bis zum Hauptschlager »La donna é mobile« ein Genuss. Trotzdem hat ihm Kihun Yoon in der Titelpartie den Ruhm streitig gemacht. Sein junger, äußerst diszipliniert geführter Bariton ist klangreich und voller Nuancen. […] Gilda […] fand in der zarten Hyejin Lee ihre perfekte Verkörperung. Höhensicher und koloraturenfreudig sang und spielte sie sich in die Zuschauerherzen.

Irene Constantin Volksstimme

21. 9. 2021