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Der fliegende Holländer

Romantische Oper in drei Akten
von Richard Wagner 
Mit Übertiteln

Wiederaufnahme

Sa.
20. 3.
2021

Opernhaus Bühne

 

Der Vorverkauf beginnt
vorauss. Ende Januar.

 

Der norwegische Kapitän Daland trifft mit seiner Mannschaft auf das Schiff eines geheimnisvollen Fremden. Dieser unermesslich reiche Seefahrer sucht nach langem Umherirren auf dem Meer eine Heimat und bietet Daland für die Hand von dessen Tochter Senta seine Reichtümer an. Daland willigt ein und stellt den Fremden Senta vor. Begeistert erkennt sie in ihm den verfluchten »fliegenden Holländer« einer alten Ballade, der nur durch die Treue einer Frau erlöst werden kann, und ist begierig ihn zu retten. Aber es fällt dem Holländer schwer, auf ihre Treue zu vertrauen …

Wie in allen seinen – von ihm später für das Festspielhaus in Bayreuth als würdig erachteten – Opern gelang Richard Wagner auch in »Der fliegende Holländer« eine Verbindung von biografischen Erlebnissen, literarischer Inspiration und künstlerischem Bekenntnis. Auf der Suche nach einem Stoff für die Opernhauptstadt Paris würzte der junge Komponist, der sich mit dem entwurzelten Protagonisten identifizierte, 1840 die berühmte Seefahrer-Legende mit eigenen Erfahrungen einer stürmischen Überfahrt und entwickelte das Motiv, das für alle seine folgenden Opern bestimmend sein sollte – die Erlösung durch eine Frau.

Für die Wiederaufnahme der gefeierten Produktion – und sein »Holländer«-Debüt – kehrt Martin-Jan Nijhof nach Magdeburg zurück, der hier zwischen 2009 und 2018 mit so unterschiedlichen Partien wie Damon (Telemanns »Damon«), Graf Almaviva (Mozarts »Die Hochzeit des Figaro«), Zettel (Brittens »Ein Sommernachtstraum«) und Orest (Strauss’ »Elektra«) begeisterte.


Zu dieser Inszenierung bieten wir theaterpädagogisches Begleitmaterial an.
Bitte wenden Sie sich an Matthias Brandt:

matthias.brandt[at]theater-magdeburg.de
Tel.: (0391) 40 490 4033 


Die Inszenierung wurde durch das Theater Magdeburg an die coronabedingten Auflagen angepasst.

Musikalische Leitung GMDAnna Skryleva
Regie Vera Nemirova
Co-Regie Sonja Nemirova
Bühne, Kostüme Tom Musch
Video Bahadir Hamdemir
Dramaturgie Ulrike Schröder
Choreinstudierung
Philipp Schweizer, Martin Wagner

Aufführungsdauer: 2:15 h (keine Pause)

Video

Pressestimme


Die schwedische Sängerin Liine Carlsson beglaubigt ihre Senta im Spiel in der Stimme und Gestalt. Ihre Ballade, leise angesetzt mit feingesponnen hohen Anfangstönen, ist Innenschau, Traumerzählung und eindringliche Beschwörung zugleich. […] Dieser Holländer ist mit Vladimir Baykov, Gast von der Hamburgischen Staatsoper nahezu ideal besetzt. Eine energisch raumgreifende, schwarze Baritonstimme, die die Weltvernichtungsfantasie seines Auftrittsmonologs zum wahrhaft gruseligen Statement macht. […]  Eine musikalische Freude einmal mehr Timothy Richards, Erik, dem klare musikalische Linien, schön geformte melodische Bögen gelangen, Jäger von Beruf, am Schluss den Holländer erschießt. Möge kommen, was da will. Johannes Stermann, Daland, ein bisschen naiv, ein bisschen mehr verschlagen, geldgierig, ein ordentlicher Duettpartner mit dem Holländer. Der eigentliche Coup der Produktion war der Chor, nein, waren die Chöre. Alles was in Magdeburg irgend singen kann, durchpflügte hier die musikalischen Meere. Dalands muntere Seemänner feuerten ihren Steuermann an, dass es eine Pracht war, Temperament, guter Klang. [...] den Geistern des Holländerschiffs. Unvermittelt dröhnten sie »Hooh« und »Hui« aus allen Ecken des Zuschauerraums, fortissimo, atemverschlagend. Grandiose Idee. […] Stringente zwei Stunden ohne Pause Man sollte sie erleben.

Irene Constantin Volksstimme

23. 1. 2017

 


Schon zu Beginn riss die Magdeburgerische Philharmonie unter der Leitung von GMD Kimbo Ishii das Publikum mit der Ouvertüre auf See. [...] Mit Johannes Stermann (Darland), Jonathan Winell (Steuermann),Timothy Richards (Erik) und vor allem Vladimir Baykov (Holländer) konnten nicht nur starke Opernsänger engagiert werden. Auch Liine Carlsson überzeugte als Senta auf ganzer Linie. Gesanglich sowohl auch schauspielerisch wurde das Publikum durchgehend mitgerissen. [...] Über eine Leinwand wurde quasi eine weitere Ebene geschaffen die Geschichte zu erzählen. Dies verlieh der Oper noch ein mächtigeres und überdimensionales Auftreten. Aber nicht nur die Hauptprotagonisten spielten sich in die Herzen der Zuschauer. Besonders die Chöre der Frauen und Herren fanden bei dem Publikum besonderen Anklang.

Anna-Lena Kramer WordPress.com

22. 1. 2017

 

 


Die Sänger [...] muss man entschieden loben. [...] Der ganze Abend hat »Drive«, hat »Zug«. [...] Magdeburg ist gesanglich am überzeugensten. (Vergleich mit Halle und Dessau (AdR)) [...] Der größte Effekt ist [...] der Gespensterchor, der aus dem Zuschauerraum gesungen wird, [...] die blasen einen da wirklich weg. [...] der exzellent singende Chor von Martin Wagner einstudiert, den muss man hier mal wirklich lobend erwähnen [...] Das ist ein so irrer Effekt, diesen Geisterchor überhaupt mal wirklich gesungen zu hören und nicht vom Band und dann von dieser Klanggewalt umgeben zu sein. Richtig toll.

Uwe Friedrich MDR Kultur

22. 1. 2017