Dez 19
Sa. 14. 12.
19.30 Uhr
TicketsTickets
Jan 20
Sa. 11. 1.
19.30 Uhr
TicketsTickets
Feb 20
Sa. 29. 2.
19.30 Uhr
TicketsTickets
Apr 20
So. 12. 4.
18.00 Uhr
TicketsTickets

Anatevka

Fiddler on the Roof


Musical in zwei Akten
Basierend auf den Geschichten von Sholem Aleichem
Mit ausdrücklicher Genehmigung von Arnold Perl
Buch von Joseph Stein
Musik von Jerry Bock Gesangstexte von Sheldon Harnick
Deutsch von Rolf Merz und Gerhard Hagen
Produziert für die Bühne in New York von Harold Prince
Original-Bühnenproduktion in New York
inszeniert und choreografiert von Jerome Robbins 

WIEDERAUFNAHME

So.
22. 9.
2019

Opernhaus Bühne

Die jüdische Welt des osteuropäischen »Schtetl« ist ein zwiespältiger Ort der Sehnsucht – voll widerspenstiger Lebensfreude, aber immer von Ausrottung bedroht: Im ukrainischen Dorf Anatevka leben Milchmann Tevje, seine Frau Golde und ihre fünf Töchter. Das Weltbild des traditionsbewussten Tevje gerät ins Wanken, als die drei heiratsfähigen Töchter ihr Schicksal in die eigenen Hände nehmen und selbst entscheiden wollen, mit welchem Mann sie ihr Glück finden. Doch das ist nicht die einzige Herausforderung, vor die die kleine jüdische Gemeinschaft gestellt wird ...

Klezmer, russische Folklore und Broadwayklänge gehen in diesem Musical-Klassiker eine mitreißende Verbindung ein. Nachdem das Werk zwei Jahrzehnte lang fast vollständig von den deutschen Spielplänen verschwunden war, kehrt es seit einigen Jahren zurück. Unter der Oberfläche von so bekannten Songs wie »Wenn ich einmal reich wär’« und »Jahre kommen, Jahre gehen« regt es dazu an, einer versunkenen Welt und den Gründen für ihre Zerstörung nachzuspüren. 


Zu dieser Inszenierung bieten wir theaterpädagogisches Begleitmaterial an.
Bitte wenden Sie sich an Matthias Brandt:

matthias.brandt[at]theater-magdeburg.de
Tel.: (0391) 40 490 4033

Musikalische Leitung Nathan Bas
Regie Erik Petersen 
Bühne Anja Lichtenegger
Kostüme Kristopher Kempf
Dramaturgie Ulrike Schröder

Choreinstudierung Martin Wagner

Tewje Andreas Lichtenberger
Golde Ks. Undine Dreißig
Zeitel Manja Stein
Hodel Jeanett Neumeister
Chawa Isabel Stüber Malagamba
Jente Susi Wirth
Motel Benjamin Lee
Pertschik Peter Diebschlag
Lasar Wolf Johannes Wollrab

Opernchor des Theaters Magdeburg
Mitglieder des Opernkinderchores des Konservatoriums »Georg Philipp Telemann«
Tänzerensemble
Folkband »Foyal«

Magdeburgische Philharmonie

Pressestimmen


Ausgelassenheit und Wehmut

Regisseur Erik Petersen nimmt die Geschichte vom mit Gott Zwiesprache haltenden Milchmann und den mit der Tradition in Konflikt geratenen Dorfbewohnern als das, was sie ist, ein Appell an die Vernunft, die Toleranz und die Wahrung der Menschlichkeit. [...] Die Aufführung macht bewusst, wie sich Intoleranz fast unbemerkt in den Alltag schleicht. Und doch schwingt auch die Hoffnung mit. Petersen lässt mit der Folkband Foyal als Dorfbewohner Melodien aus dem Stück quasi Echo spielen. Musikalisch hat Damian Omansen die Verantwortung für den Abend. Er setzt auf ein nuancenreiches Spiel, was die Aufführung zum Hörerlebnis werden lässt.

Lutz Hesse Musicals
06/2019

 


Beifallumtoster Triumph

»Anatevka« ist ein feines, wenn nicht das feinste Musical, das der Broadway hervorgebracht hat. 55 Jahre ist seine Uraufführung in New York jetzt her. Den Reiz, es mehr denn je gerade heute auf die Theater-Spielpläne zu setzen, machen seine anrührende Story, die liebenswerten Charaktere, seine melancholischen wie temperamentvollen Melodien und sein Humor vor ernstem Hintergrund aus. [...] Das Musical bietet Komik und Party, Melancholisches und Trauriges. Die Magdeburger Inszenierung berührt auf ganz besondere Weise. Es gibt viele Denkanstöße und braucht keines Zeigefingers um sie auszulösen.

Claudia Klupsch Volksstimme
6. 5. 2019

 


Kleine Gesten und überzeugender Humor

Am Theater Magdeburg gelingt Regisseur  Eric Petersen mit seinem Team, hinter und auf der Bühne, hier allen voran Andreas Lichtenberger als Tevje, allen Besuchern des ausverkauften Hauses einen mitreißend berührenden Abend zu bieten, der wieder einmal zeigt, dass alte Themen auch heute manchmal noch lange kein alter Hut sind. Petersen verzichtet in seiner Personenführung auf Überzeichnungen. Er setzt auf kleine Gesten und überzeugenden Humor statt auf krude Komik, die die Tragik die es auch gibt, übertünscht.  [...] Alles in allem ein schöner Abend. Oder, um es wie Tevje zu sagen: Wie schön, dass es so berührendes Musiktheater gibt, das sich aus vollen Herzen bejubeln lässt.

Birgit Kleinfeld Opernmagazin
6. 5. 2019