Jesus Christ Superstar

Rock-Musical in zwei Akten | Gesangstexte von Tim Rice | Musik von Andrew Lloyd Webber | Deutsch von Anja Hauptmann

DomplatzOpenAir

»Warum soll ich sterben?«
Jesus

Mit dem Musical »Jesus Christ Superstar« schufen der Komponist Andrew Lloyd Webber und sein kongenialer Texter Tim Rice eine Rockoper über die letzten Tage im Leben des Jesus von Nazareth – ein »zeitgenössisches Passionsspiel, das den zutiefst Gläubigen möglicherweise erzürnen könnte, jugendliche Agnostiker aber verzaubern und vielleicht inspirieren sollte«, wie das TIME Magazine 1970 schrieb. Dabei schildern Webber und Rice das Geschehen aus der Perspektive von Judas, der seinen Lehrmeister zwar bewundert, die fanatische Verehrung durch dessen Anhänger jedoch als verhängnisvoll empfindet. Auch die Beziehung von Jesus zur ehemaligen Prostituierten Maria Magdalena irritiert ihn. Es folgen Verrat, Verhaftung und der Selbstmord des Judas, der erkennt, dass er von Gott geleitet war, um Jesus zum Märtyrer zu machen. Der »Superstar« findet sein irdisches Ende am Kreuz.

Musikalisch geht Andrew Lloyd Webber in diesem durchkomponierten Werk über die Stilistik der Rockmusik weit hinaus: Er bedient sich beim Soul, komponiert Folksongs und bindet die Partitur durch immer wieder auftauchende musikalische Signaturen zusammen. Das Theater Magdeburg präsentiert »Jesus Christ Superstar« vor passender Kulisse beim diesjährigen DomplatzOpenAir.

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Musikalische Leitung Damian Omansen
Regie / Kostüme / Licht Sebastian Ritschel
Bühne Rifail Ajdarpasic
Choreografie Kati Farkas
Konzeptionelle Mitarbeit Ronny Scholz
Dramaturgie Thomas Schmidt-Ehrenberg
Choreinstudierung Martin Wagner

Jesus von Nazareth Tobias Bieri
Maria Magdalena Julia Gámez Martín
Judas Ischariot Timothy Roller / Christopher Brose (20. 6.)
Pontius Pilatus Johannes Wollrab
Kaiphas Frank Heinrich / Bartek Bukowski
Annas / Johannes Martin Mulders
Herodes Paul Kribbe
Simon Zelotes Jannik Harneit / Andreas Schneider
Petrus Christian Miebach
Jakobus Tobias Brönner
Matthäus Andreas Schneider
Drei Soulgirls Jessica Krüger, Beatrice Reece, Eva Zamostny
Drei Priester Jörg Benecke, Jürgen Jakobs, Thomas Matz

Opernchor des Theaters Magdeburg
Ballett Magdeburg
Magdeburgische Philharmonie

 

Vorstellungen
Aktuell sind keine weiteren Termine bekannt.

Aufführungsdauer: 2:10 h (inkl. Pause)

Video

Pressestimmen

Hier wird ein Star von heute gezeigt.
»Hero« ist der Leuchtschriftzug, der über der Bühne prangt, einer Riesenfreitreppe mit ein paar Spielplateaus. Wenn Jesus (Tobis Bieri) auftaucht, dann ist der Blondgelockte der Lichtblick in Person. In den Superstar werden Erwartungen projiziert, die ein Mensch gar nicht erfüllen kann. Ein Coup ist der Auftritt von König Herodes. Der fährt vor wie die Las-Vegas-Legende Liberace, legt einen veritablen Revueauftritt hin. [...] Die Musiknummern funktionieren dank der [...] Magdeburger Philharmonie in Musicalbesetzung. Und weil die fabelhaften Protagonisten die große Show zusammen mit dem Opernchor und dem Ballett des Magdeburger Theaters selbst sichtlich genießen.

Joachim Lange, MZ, 18. 6. 2018

Der Hero fällt:
Standing Ovations zur Premiere.

Ganz zum Schluss, es ist Nacht auf dem Domplatz, hängt Jesus am Kreuz, und die Streicher des Orchesters übernehmen das Zepter. Die gotische Kathedrale ist kurzzeitig angestrahlt, ein berührendes Schlussbild. [...] Wo bitte soll dieses Musical gezeigt werden, wenn nicht dort, wo es jetzt läuft? [...] Das sind nicht nur intensive Bilder, sie sind vor allem sehr heutig und glaubwürdig und deshalb erschreckend.  [...] Aber es gibt auch prallen Glamour, wenn die Bühne zur glitzernden Showtreppe wird und die Tänzer des Balletts wie im Friedrichstadtpalast golden und glimmernd die Beine in die Höhe reißen. Jede Menge Ironie gibts inklusive.

Grit Warnart, Volksstimme, 18. 6. 2018

Ganz starker Auftritt
So viel kann schon mal gesagt werden: sämtliche Erwartungen wurden auch bei dieser Premiere erfüllt [...] Eine Treppe als Sinnbild für Aufstieg und Fall und zur Verdeutlichung der Verlorenheit eines Einzelnen ist jedenfalls ein geschickter Kunstgriff. Durch den Dom im Hintergrund braucht es auch gar nicht mehr Firlefanz auf der Bühne. Den Rest des gelungenen visuellen Eindrucks liefern die Kostüme [...], sowie das Spiel mit der Beleuchtung und der eindringlichen Lichtstimmung. [...]. Ganz starker Auftritt! 

Roman Jasiek, Avalost, 17. 6. 2018