Tosca

Oper in drei Akten von Giacomo Puccini | Libretto von Giuseppe Giacosa und Luigi Illica nach Victorien Sardou | In italienischer Sprache mit deutschen Übertiteln

»Der Rache Morgenrot bricht an,
das die Feinde zittern lässt!
Freiheit steigt auf, es stürzen die Tyrannen!«

Cavaradossi

Vor dem historischen Hintergrund der Schlacht bei Marengo zwischen Napoleons Revolutionsheer und österreichisch-päpstlichen Truppen zeichnet Puccini eine fatale Dreiecksgeschichte: Die Sängerin Floria Tosca gerät in die Fänge der römischen Polizei, als ihr Geliebter, der revolutionär gesinnte Maler Mario Cavaradossi, einem politischen Häftling auf seiner Flucht zu Hilfe kommt. Der skrupellose Polizeichef Scarpia setzt Tosca unter Druck, indem er Cavaradossi foltern lässt – der Preis für die Freilassung des Geliebten: eine Nacht mit Scarpia.

Victorien Sardous Schauspiel »La Tosca« von 1887 mit Diva Sarah Bernhardt in der Titelrolle wurde schnell zum heißbegehrten Opernstoff. Schließlich machte Puccini, der vom Stück und der Darstellung der Bernhardt begeistert war, ohne ein Wort Französisch zu verstehen, das Rennen und schuf mit seinem 1900 uraufgeführten Meisterwerk, seinem schroffsten und dramatischsten, einen Meilenstein der italienischen Oper.

Vorstellungen
Aktuell sind keine weiteren Termine bekannt.

Premiere am Do. 20. 10. 2016
Wiederaufnahme am Sa. 17. 2. 2018

Musikalische Leitung GMD Kimbo Ishii/ Svetoslav Borisov
Regie Karen Stone
Bühne/Kostüme Ulrich Schulz
Dramaturgie Benjamin Wäntig, Eva Bunzel
Choreinstudierung Martin Wagner

Floria Tosca Izabela Matula
Mario Cavaradossi Aldo Di Toro
Baron Scarpia Peter Bording
Cesare Angelotti Johannes Stermann
Mesner Paul Sketris
Spoletta Manfred Wulfert
Sciarrone Roland Fenes
Schließer Bartek Bukowski/Thomas Matz

Opernchor des Theaters Magdeburg
Magdeburger Singakademie
Opernkinderchor des Konservatoriums
»Georg Philipp Telemann«
Magdeburgische Philharmonie


Dauer: 2h 45min – inkl. Pause

Video

Pressestimmen

Karen Stone gelingt eine sehr packende Inszenierung des hochpolitischen wie hochemotionalen Dramas um die Sängerin Floria Tosca und den Maler Cavaradossi, die beide in die Fänge des skrupellos sadistischen römischen Polizeichefs geraten und beide zu Tode kommen. […] Alles erlebt man wie neu und außerordentlich fesselnd, auch und gerade im Detail. Die Personenführung ist sehr präzise, konsequent durchdacht und ohne alle Routine. Karen Stone ist nicht nur eine erfolgreiche Intendantin, sie ist auch eine fabelhafte, und eine originelle Regisseurin, wie sie mit dieser ›Tosca‹ einmal mehr unter Beweis stellt. Wie eine musikalische Droge reißt einen diese süffig-klangsinnlich tönende und doch klar und unsentimental strukturierte Lesart Kimbo Ishiis in den Strudel der Leidenschaft und Tragik dieser perfekten Oper. Jeder Widerstand ist zwecklos! Das Premieren-Publikum stand Kopf vor Begeisterung gestern Abend. Eine Reise nach Magdeburg lohnt sich: Man muss diese »Tosca« gesehen und gehört haben!

Dieter-David Scholz, MDR Kultur, 21. 10. 2016

 

Zusammen mit einem phantastischen Bühnenbild, das insbesondere durch seine genau auf das Geschehen abgestimmte Minimalistik umso überzeugender und eindrucksvoller wirkte (Bühne und Kostüme Ulrich Schulz) und einem, wie immer hervorragend von Martin Wagner eingestellten Chor, zu dem sich die Magdeburger Singakademie und der Opernkinderchor des Konservatoriums ›Georg Philipp Telemann‹ zugesellten, sowie einer dramaturgisch höchst geschickten Regie von Generalintendantin Karen Stone ist eine Inszenierung am Magdeburger Theater entstanden, wie sie in den großen Häusern europäischer Hauptstädte nicht besser hätte sein können.

Rolf-Dietmar Schmidt, aspekt, 11/2016