Hinter den Rosen

Through Roses | Ein Stück mit Musik für neun Spieler
Text und Musik von Marc Neikrug
Deutsch von Manfred Gräter, Will Quadflieg
und Marco Arturo Marelli

Mobile Produktion

»Mein Ziel war es, eine Form zu entwickeln, in der sowohl die theatralischen als auch die musikalischen Elemente völlig frei sind. Der Schauspieler agiert auf einer Bühne; sein Sprachrhythmus ist nicht festgelegt; Text und Musik sind nur durch musikalische Stichworte verknüpft, zwischen denen der Schauspieler den Text frei gestalten kann. Die Musiker sind ebenfalls auf der Bühne, als Teil der Vorstellungswelt des Protagonisten.«
Marc Neikrug

Der Holocaust auf der Musiktheaterbühne – geht das? Und – darf man das? Der amerikanische Komponist Marc Neikrug nähert sich dem Unfassbaren über die Rolle, die die Musik im Nationalsozialismus spielte: Im Zentrum des 1980 in London uraufgeführten und seitdem sehr erfolgreichen Stückes steht ein alter Mann, der sich – traumatisiert, bruchstückhaft, sarkastisch – an seine Zeit als Musiker im Lagerorchester eines Konzentrationslagers erinnert. Er muss mit seinen Leidensgenossen Musik spielen, die für ihn in seinem früheren Leben Glück und Kultur bedeutete. Über diese Vergewaltigung der Musik gelingt dem Komponisten eine beeindruckende Studie über Gewalt und Vernichtung. Der Tod beherrscht das Leben auch über das Ende der Walt hinaus – kann Musik da ein Zeichen der Hoffnung sein?

Die Wiederaufnahme am 22. Oktober 2017 findet im Rahmen der Tage der jüdischen Kultur und Geschichte Magdeburg 2017 als Benefizveranstaltung für den Bau einer neuen Synagoge in Magdeburg statt.

Vorstellungen
Aktuell sind keine weiteren Termine bekannt.

Premiere am Sa. 4. 11. 2010

Musikalische Leitung Jovan Mitic
Regie Christian Poewe
Bühne/Kostüme Alrune Sera
Dramaturgie Ulrike Schröder

mit Peter Wittig
Magdeburgische Philharmonie

Pressestimmen

Das Musikdrama schafft in seiner Symbiose aus theatralischen und musikalischen Elementen eine ergreifende Nähe zur Figur, lässt mit ihr fühlen, mit ihr leiden. [...] Die Magdeburger Inszenierung von »Hinter den Rosen« ergreift die Seele, die gezeichneten Bilder des Holocausts dringen ins Innerste, machen fassungslos, traurig, drücken nieder. Beim langanhaltenden Beifall fließen Tränen im Publikum.

Claudia Klupsch, Volksstimme
6. 11. 2010