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7. Sinfoniekonzert


Erich Wolfgang Korngold 

Konzert für Violine und Orchester D-Dur op. 35  


Charlie Chaplin

»Smile« »The Kid« Fantasy


Béla Bartók 

Konzert für Orchester 

Do. 25. 3.
Fr. 26. 3.
2021

Opernhaus Bühne

 

Vorverkaufstermine:

Konzertvorstellungen
Der Vorverkauf für Abonnenten
beginnt vorauss. Mo. 10. 8. 2020.

Der reguläre Vorverkauf beginnt
vorauss. Mo. 24. 8. 2020.

 

AMERIKA

Charlie Chaplin war nicht nur ein begnadeter Komödiant und Filmemacher – er hatte auch musikalisches Talent und komponierte einige seiner Filmmusiken selbst. Noten lesen und schreiben konnte Chaplin zwar nicht, aber er pfiff und sang seinen Arrangeuren Melodien vor, die sie dann für ihn notierten und orchestrierten. Seine bekannteste Komposition ist sicher eine Melodie aus dem Film »Modern Times«, die erst 1954 durch John Turner und Geoffrey Parsons Text und Titel erhielt: »Smile«. Als Song wurde das Stück – zuerst gesungen von Nat King Cole – ein Welthit. Grund genug für den russisch-amerikanischen Geiger Philippe Quint, zu Charlie Chaplins 130. Geburtstag im Jahr 2019 eine CD mit dem Titel »Chaplin’ s Smile« einzuspielen, die dessen Musik gewidmet ist und die er im Rahmen des 7. Sinfoniekonzerts in Magdeburg vorstellt. Darüber hinaus übernimmt er den Solopart im Violinkonzert von Erich Wolfgang Korngold – ein Werk, das ebenfalls dem Film nahesteht. Korngold verdingte sich ab Mitte der 1930er Jahre in Hollywood als Filmkomponist und konnte mit seinem sinfonischen, stark von der europäischen Spätromantik geprägten Stil neue Maßstäbe in diesem Bereich setzen. Zweimal gewann er für seine Musik einen »Oscar«. Selbst sein Violinkonzert von 1945 ist davon geprägt. Ganz bewusst hat der Komponist hier Themen aus seinen Filmmusiken verarbeitet, die er so vor dem Vergessen bewahren wollte. Ab 1940 teilte auch der ungarische Komponist Béla Bartók mit Korngold das Schicksal der Emigration in den USA. Bartók hatte sich zwar geschworen, kein neues Werk mehr zu komponieren. Allerdings akzeptierte er schließlich – gesundheitlich und finanziell angeschlagen – einen Kompositionsauftrag der Koussevitzky-Stiftung. Es entstand das »Konzert für Orchester«, das der Dirigent Serge Koussevitzky 1944 mit dem Boston Symphony Orchestra zur Uraufführung brachte und als »das beste Orchesterwerk der letzten 25 Jahre« lobte. 
 

Philippe Quint Violine
Magdeburgische Philharmonie
GMD Anna Skryleva
Dirigentin