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10. Sinfoniekonzert

BEETHOVEN+

Ludwig van Beethoven

Sinfonie Nr. 1 C-Dur op. 21


Dmitri Schostakowitsch

Konzert für Klavier, Trompete und Streichorchester c-Moll op. 35


Ludwig van Beethoven

Sinfonie Nr. 3 Es-Dur op. 55 »Eroica«

 

Do. 10. 6.
Fr. 11. 6.
2021

Opernhaus Bühne

 

Der Vorverkauf beginnt
vorauss. Ende April.

 

HELDENGLANZ

Selten ist ein musikalisches Jubiläumsjahr so durcheinandergeraten wie 2020. Aber – Glück im Unglück – es hätte kaum einen widerstandsfähigeren Komponisten treffen können als Ludwig van Beethoven. Und so können wir uns auch nach Abschluss des 250. Geburtsjahres dieses bekanntesten Sinfonikeres überhaupt auf zahlreiche Konzerte mit seinen Werken freuen. Als erstes der coronabedingt ausgefallenen Programme holt die Magdeburgische Philharmonie das eigentliche Abschlusskonzert ihrer Jubiläums-Reihe nach: Im letzten Sinfoniekonzert der Spielzeit erklingt neben der ursprünglich Napoleon gewidmeten Dritten auch Beethovens sinfonischer Erstling – zwei Werke, mit denen der Komponist schon am Beginn seines Sinfonie-Schaffens an den Hörerwartungen seiner Zeit rüttelte. Während er die 1. Sinfonie in C-Dur – die Tonart, die in der Wiener Klassik für die Aufklärung und den Neubeginn stand – unverschämt mit einer Dissonanz beginnen ließ, überraschte er in der »Eroica« mit einer harmonischen Ausweichung am Ende des herrschaftlichen Hauptthemas der Sinfonie, über die der Verleger Nikolaus Simrock sagte: »Himmel und Erde muss unter einem zittern bei ihrer Aufführung.«

Auch Schostakowitsch brach mit seinem von überraschenden Einfällen sprudelnden Konzert aus dem Jahr 1933 mit den sinfonischen Konventionen der Zeit: Dem Klavier stellte er eine solistische Trompete an die Seite, die mit Einwürfen an der Grenze zur Trivialmusik den Orchesterklang konterkariert. Schon hier bewies der unbekümmerte 26-jährige Komponist seine Leidenschaft für das Ironisch-Komische in einem Konzert, das er augenzwinkernd eine »spöttische Herausforderung an den konservativ-seriösen Charakter des klassischen Konzert-Gestus« nannte. Immer wieder flicht er Stilzitate europäischer Klassiker wie Haydn oder Liszt ein und nimmt sie sogleich auf den Arm – etwa erklingen zu Beginn die ersten Töne aus Beethovens Klaviersonate »Apassionata«, die aber vollkommen anders weitergeführt werden, als man erwarten würde. Dass der junge Schostakowitsch ursprünglich eine Karriere als Konzertpianist angestrebt hatte, äußert sich in dem überaus anspruchsvollen solistischen Klavierpart, dem sich in Magdeburg der weltweit gefeierte amerikanische Pianist Andrew von Oeyen stellt.


Dieses Konzert findet unter Berücksichtigung der coronabedingten Auflagen statt.

Andrew von Oeyen Klavier
Markus Finkler Trompete
Magdeburgische Philharmonie
GMD Anna Skryleva
Dirigentin