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10. Sinfoniekonzert


Gioacchino Rossini 

Ouvertüre zur Oper »Guillaume Tell«  


Richard Wagner

Vorspiel und »Liebestod« aus dem Musikdrama »Tristan und Isolde«


Dmitri Schostakowitsch 

Sinfonie Nr. 15 A-Dur op. 141 

Do. 10. 6.
Fr. 11. 6.
2021

Opernhaus Bühne

 

Vorverkaufstermine:

Konzertvorstellungen
Der Vorverkauf für Abonnenten
beginnt vorauss. Mo. 10. 8. 2020.

Der reguläre Vorverkauf beginnt
vorauss. Mo. 24. 8. 2020.

 

RÜCKBLICK

»Ich möchte eine fröhliche Sinfonie schreiben.« Mit diesem Vorhaben machte sich Dmitri Schostakowitsch Anfang des Jahres 1971 daran, seine 15. Sinfonie zu skizzieren, die schließlich ein Jahr später unter dem Dirigat seines Sohnes Maxim uraufgeführt wurde. Nach vielen Jahren war der Komponist wieder zur reinen Instrumentalsinfonie zurückgekehrt und präsentierte ein vielschichtiges Werk, das gleichermaßen ernst wie zerstörerisch, humorvoll wie grotesk daherkommt. Die Vielzahl an Selbstzitaten und Zitaten fremder Kompositionen hat Hörer*innen wie Autor*innen immer wieder zu neuen Interpretationen angeregt. Die Deutung des Werks als Abschiedssinfonie wurde vor allem durch das schicksalhafte Zitat aus der Todesverkündigungsszene von Richard Wagners »Walküre«, das den Finalsatz prägt, gefördert. Tatsächlich starb der Komponist nur drei Jahre nach der Uraufführung, doch scheint seine letzte vollendete Sinfonie vielmehr das Resümee seines eigenen Schaffens, Reflexion über Musikgeschichte, ja eine Abhandlung über die »Probleme des menschlichen Lebens von Anfang bis Ende« zu sein, wie Sohn Maxim dieses Werk beschrieb.

Tatsächlich ist die 15. Sinfonie ein Meisterwerk der absoluten Musik, das sich konkreter programmatischer Deutung entzieht, auch wenn Schostakowitsch nicht davor zurückschreckte, inhaltlich eindeutig konnotierte Musik mit einzubeziehen: Während das nachdenkliche Adagio durch die markante Melodie aus Wagners »Tristan«-Vorspiel eingeleitet wird, speist sich das zweite Thema des Kopfsatzes aus dem quirligen Marsch aus Rossinis Ouvertüre zu »Guillaume Tell« – was das Publikum im letzten Sinfoniekonzert der Saison in direkter Gegenüberstellung der Stücke erleben kann.
 

Magdeburgische Philharmonie
GMD Anna Skryleva
Dirigentin