6. Sinfoniekonzert

Camille Saint-Saëns
»Phaéton«. Sinfonische Dichtung op. 39

Camille Saint-Saëns
Konzert für Violine und Orchester Nr. 3 h-Moll op. 61

Peter Tschaikowsky
Sinfonie Nr. 4 f-Moll op. 36

 

Die Werke, die im 6. Sinfoniekonzert erklingen, entstanden in den 1870er Jahren und stammen von zwei sehr unterschiedlichen Künstlern: Camille Saint-Saëns, Hauptvertreter des französischen Klassizismus, und Peter Tschaikowsky, bedeutendster Komponist der russischen Romantik. Als einer der ersten brachte Saint-Saëns die Gattung der Sinfonischen Dichtung in der Tradition Franz Liszts nach Frankreich. Dazu zählt das Eröffnungsstück, welches in schillernden Klangfarben den griechischen Mythos von Phaeton erzählt: In jugendlichem Leichtsinn bringt der Sohn des Sonnengotts Helios den väterlichen Sonnenwagen zu nah an die Erde heran und löst damit die Entstehung von Sand und Wüste aus.

Ein beliebtes Repertoirestück ist Saint-Saëns’ 3. Violinkonzert, das in seiner klaren formalen Struktur und transparenten Instrumentation beispielhaft für die klassizistische Ästhetik steht. Insbesondere mit der Kantilene im 2. Satz beweist sich der Franzose als Meister der Melodie. Der Österreicher Emanuel Tjeknavorian begeisterte bereits 2018 das Magdeburger Publikum mit Sibelius’ Violinkonzert und wurde im selben Jahr mit dem »Opus Klassik« als Nachwuchskünstler des Jahres ausgezeichnet.

Der Leichtigkeit der vorangegangen Werke folgt Tschaikowskys schwermütige 4. Sinfonie. Die tiefe Schicksalsgläubigkeit des Komponisten inspirierte ihn nicht nur zur Orchesterfantasie, die im 9. Sinfoniekonzert zu hören ist, sondern war auch programmatischer Grundgedanke für die Vierte. Von Depressionen und Geldsorgen geplagt hatte der Komponist 1877 auch noch einen missglückten Eheversuch zu verarbeiten. Seiner langjährigen Brieffreundin Nadeschda von Meck schrieb er, das schwere Blechbläser-Motiv zu Beginn verdeutliche das »Fatum«, ebenjenes Schicksal, welches »wie ein Damoklesschwert über unseren Häuptern hängt und unablässig unsere Seele vergiftet«.

 

 

Vorstellungen
Donnerstag
20. 2. 2020
19.30 Opernhaus / Bühne
Tickets
Freitag
21. 2. 2020
19.30 Opernhaus / Bühne
Tickets

Do. 20. 2. 2020
Fr. 21. 2. 2020

Opernhaus / Bühne

Emanuel Tjeknavorian Violine
Magdeburgische Philharmonie
Svetoslav Borisov Dirigent