5. Sinfoniekonzert

»Nur selten ist bei einem Künstler sein äußerer Ausdruck in so vollkommener Harmonie mit seiner Kunst wie bei diesem großen tschechischen Künstler.«
JEAN SIBELIUS ÜBER ANTONÍN DVOŘÁK

Peter Tschaikowsky
»Francesca da Rimini«. Sinfonische Fantasie nach Dante op. 32

Jean Sibelius
Konzert für Violine und Orchester d-Moll op. 47

Antonín Dvořák
Sinfonie Nr. 8 G-Dur op. 88

 

Ab der Mitte des 19. Jahrhunderts begannen sich in verschiedenen europäischen Ländern musikalisch-romantische Schulen auszubilden, die sich erfolgreich eine Eigenständigkeit gegenüber den dominierenden Traditionen aus Deutschland, Italien und Frankreich erarbeiteten. In diesem Rahmen stieg Dvořák neben Smetana zum tschechischen Nationalkomponisten auf, Sibelius errang einen ähnlichen Stellenwert in seiner Heimat Finnland. Für den zunächst stark an Brahms orientierten Dvořák wurde die Freundschaft mit Tschaikowsky, die er 1888 in Prag schloss, als der Russe dort unter anderem seine 5. Sinfonie dirigierte, zur neuen Inspirationsquelle. So spiegelt sich im stilisierten Walzer des dritten Satzes in Dvořáks 8. Sinfonie das Walzer-Intermezzo im entsprechenden Satz von Tschaikowskys 5. Sinfonie. Die volksmusikalische Komponente – für viele Komponisten der Zeit wichtigster Ansatzpunkt bei der Erschaffung einer nationalen Kunstmusik – erscheint in Dvořáks Sinfonie nicht mehr vordergründig greifbar,sondern durchdringt die Substanz des ganzen Werkes.

Vorstellungen
Donnerstag
25. 1. 2018
19.30 Opernhaus / Bühne
Abendbesetzung: Svetoslav Borisov · Emmanuel Tjeknavorian
Tickets
Freitag
26. 1. 2018
19.30 Opernhaus / Bühne
Abendbesetzung: Svetoslav Borisov · Emmanuel Tjeknavorian
Tickets

Do. 25. 1. 2018
Fr. 26. 1. 2018

Emmanuel Tjeknavorian Violine
Magdeburgische Philharmonie
Svetoslav Borisov
Dirigent