A Clockwork Orange

Schauspiel nach gleichnamigen Roman von Anthony Burgess | Bühnenversion der Royal Shakespeare Company | Deutsch von Bruno Max | Ab 16 Jahren

»Du hast eine Lektion verdient, Bruder!«
ALEX

Gewalt um der Gewalt willen: Alex und seine »Droogs« posen, pöbeln und prügeln willkürlich auf alles und jeden ein, schrecken selbst vor Vergewaltigung nicht zurück. Schule und Eltern sind hilflos, aber auch merkwürdig kühl distanziert und desinteressiert. So muss der Staat eingreifen und bedient sich einer radikalen Maßnahme. Die erzwungene Friedfertigkeit, zu der Alex nach einem brutalen Mord therapiert werden soll, wird für den jungen Schläger zum Alptraum, sein eigener Wille komplett gebrochen. Anthony Burgess’ 1962 geschriebenes, ultrabrutales Szenario – spätestens durch Kubricks Verfilmung Kult geworden – entwirft ein Paradox der Gewaltprävention: das Bekämpfen der Gewalt durch einen behördlich  angeordneten gewaltsamen Eingriff in das Leben der Täter. Steht die Ordnung und Sicherheit, die kühle Logik des Systems über der individuellen Freiheit des Einzelnen? Wo fängt Strafe an, wo hört Menschlichkeit auf? Und schlussendlich die entscheidende Frage: Wohin mit all den Aggressionen, die wir Menschen in uns tragen?

Vorstellungen
Montag
21. 5. 2018
19.30 Schauspielhaus / Studio
Abendbesetzung: Ralph Opferkuch · Marian Kindermann · Daniel Klausner · Carmen Steinert · Antonia Schirmeister · Michael Gerlinger
Tickets
Montag
28. 5. 2018
19.30 Schauspielhaus / Studio
Abendbesetzung: Ralph Opferkuch · Marian Kindermann · Daniel Klausner · Carmen Steinert · Antonia Schirmeister · Michael Gerlinger
Tickets

Premiere am Sa. 24. 2. 2018


Dauer: 1h 30min – ohne Pause

Pressestimmen

Der Zuschauer ist in dieser Inszenierung mittendrin statt nur dabei, denn Cornelia Crombholz und Christiane Hercher haben das klassische Frontaltheater, bei dem Bühnen- und Zuschauerraum klar voneinander abgegrenzt sind, aufgebrochen. Im Studio des Schauspielhauses sitzen die Besucher an zwei schräg gegenüberliegenden Ecken des Saales, die Schauspieler agieren mittendrin, gehen immer wieder ins Publikum hinein, so dass ein Distanzieren vom Geschehen schwerfällt. [...] Kennzeichnend für die Inszenierung ist der Einsatz von Musik, die oft im krassen Gegensatz zum Geschehen steht und dadurch ebenfalls zur Verstärkung der Brutalität beiträgt. Allerdings gibt das auch die Romanvorlage vor, denn Alex mag klassische Musik, ist Fan von Ludwig van Beethoven. [...] Insgesamt präsentiert das Team des Schauspielhauses eine sehenswerte Interpretation von „A Clockwork Orange“, die der Vorlage von Anthony Burgess gerecht wird.

Christina Bendigs, 26. 2. 2018,
Volksstimme