Literaturklub

per Zoom    Jeden zweiten Dienstag    19.30 Uhr 
Anmeldung: caroline.rohmer[at]theater-magdeburg.de

»Lesen Sie – lesen Sie – lesen Sie viel. Lesen Sie alles.«, sagte der Schriftsteller Henry James. Dieses Motto lebt der Literaturklub am Schauspielhaus. 2009 durch die Dramaturgie des Theaters ins Leben gerufen, treffen sich nun schon seit 10 Jahren Literaturbegeisterte ein- bis zweimal monatlich zum angeregten Austausch über ein gemeinsam gelesenes Werk, welches in der Runde vorgeschlagen und ausgewählt wird.

Von A wie Chinua Achebe bis Z wie Stefan Zweig und dazwischen 580 weitere Bücher, wie von Bernhard Schlink, Jenny Erpenbeck, von Franz Kafka, Mary Shelley's »Frankenstein« oder Voltaire’s »Candide«, immer wieder gerne auch angebunden an aktuelle Inszenierungen des Theaters - was die Möglichkeit bietet, noch einmal anders auf das zuvor Gelesene zu schauen. Ob Klassiker oder neue Literatur, ob europäisch, amerikanisch, asiatisch oder afrikanisch -  alle Zeiten und Kontinente werden erkundet. Im Sprechen über die Bücher werden auch die Zeitumstände ihrer Entstehung und die Biografien der Autor*innen beleuchtet. Die Gruppe sucht das Gespräch über das »Schöne, Gute, Wahre und Alberne, Überflüssige und Banale« (Zitat nach Denis Scheck). Vielleicht bleiben dabei auch manchmal »alle Fragen offen«, nur sprachlos  wird sie nie. Die Literatur regt zu immer wieder neuen interessanten Überlegungen über Gott, die Welt und das Leben an. Der Club lädt alle, die ebenfalls an Literatur Freude haben, herzlich ein, gelegentlich, des Öfteren oder regelmäßig dabei zu sein mit Vorschlägen und/oder Leselust.

 

Annie Ernaux »Die Jahre«

Di. 18. 5. 2021   19.30 Uhr   online via Zoom
Anmeldung unter: caroline.rohmer@theater-magdeburg.de 
Eintritt frei

Annie Ernaux ist DIE französische Gegenwartsautorin für autobiografisch geprägte Literatur. Während sie in Frankreich bereits in den 80er Jahren etabliert war, erlangten ihre Romane im deutschsprachigen Leseraum erst in den letzten Jahren eine größere Zugänglichkeit. In einem ihrer bekanntesten Bücher, »Die Jahre«, verknüpfte sie die Geschichte ihres bisherigen Lebens mit den politischen und kulturellen Entwicklungen Frankreichs und Westeuropas: Nachkriegszeit, Algerienkrieg, 68er-Bewegung, Mutterschaft, Künstlerinnenschaft, Globalisierung. Erinnerungsfetzen und -anlässe - Fotografien, Musik, Zeitungsartikel - verbinden die Geschichte unserer Gegenwart mit Ernauxs persönlichen Erfahrungen zu einem kaleidoskopischen Gedankenstrom.