Literaturklub

»Lesen Sie – lesen Sie – lesen Sie viel. Lesen Sie alles.«, sagte der Schriftsteller Henry James. Dieses Motto lebt der Literaturklub am Schauspielhaus. 2009 durch die Dramaturgie des Theaters ins Leben gerufen, treffen sich nun schon seit 10 Jahren Literaturbegeisterte ein- bis zweimal monatlich zum angeregten Austausch über ein gemeinsam gelesenes Werk, welches in der Runde vorgeschlagen und ausgewählt wird.

Von A wie Chinua Achebe bis Z wie Stefan Zweig und dazwischen 580 weitere Bücher, wie von Bernhard Schlink, Jenny Erpenbeck, von Franz Kafka, Mary Shelley's »Frankenstein« oder Voltaire’s »Candide«, immer wieder gerne auch angebunden an aktuelle Inszenierungen des Theaters - was die Möglichkeit bietet, noch einmal anders auf das zuvor Gelesene zu schauen. Ob Klassiker oder neue Literatur, ob europäisch, amerikanisch, asiatisch oder afrikanisch -  alle Zeiten und Kontinente werden erkundet. Im Sprechen über die Bücher werden auch die Zeitumstände ihrer Entstehung und die Biografien der Autor*innen beleuchtet. Die Gruppe sucht das Gespräch über das »Schöne, Gute, Wahre und Alberne, Überflüssige und Banale« (Zitat nach Denis Scheck). Vielleicht bleiben dabei auch manchmal »alle Fragen offen«, nur sprachlos  wird sie nie. Die Literatur regt zu immer wieder neuen interessanten Überlegungen über Gott, die Welt und das Leben an. Der Club lädt alle, die ebenfalls an Literatur Freude haben, herzlich ein, gelegentlich, des Öfteren oder regelmäßig dabei zu sein mit Vorschlägen und/oder Leselust.

Seit zehn Jahren treffen sich literaturbegeisterte Menschen ein- bis zweimal monatlich, um in entspannter Atmosphäre ein gemeinsam gelesenes Buch zu besprechen, das im Vorfeld in der Runde ausgewählt wurde. Vom Klassiker bis zur Neuerscheinung – alles ist dabei und bietet durch die Anbindung an aktuelle Inszenierungen des Theaters immer wieder auch die Möglichkeit, noch einmal anders auf das zuvor Gelesene zu schauen. Für alle, die gerne öfter oder mehr Bücher lesen möchten, ist der Austausch im Literaturklub ein anregender Ansporn.

Judith Schalansky »Der Hals der Giraffe«

Eine alternde Biologielehrerin unterrichtet eine 9. Klasse in den darwinschen Biologieregeln und stellt im Verlauf des Schuljahres fest, dass sie diese hinterfragen muss ...

Di. 10. 3. 2020   19.30 Uhr   Schauspielhaus Treffpunkt Bühneneingang 
 

John Steinbeck »Straße der Ölsardinen«

Ein Roman über das verzweifelte aber bunte Leben von Aussteiger*innen aus dem kapitalistischen System in den USA der 1930er Jahre.

Di. 24. 3. 2020   19.30 Uhr   Schauspielhaus Treffpunkt Bühneneingang 


Arkadi und Boris Strugazki »Picknick am Wegesrand«

Eine utopische Erzählung über außerirdische Wesen, die einst die Erde aufsuchten und verseuchte Zonen, aber auch unerklärliche Gegenstände hinterließen. Wissenschaftlicher unserer Zeit versuchen diese zu deuten und für unsere Gegenwart zu nutzen.

Di. 14. 4. 2020   19.30 Uhr   Schauspielhaus Treffpunkt Bühneneingang 
 

Michel Houellebecq »Unterwerfung«

Ein Literaturwissenschaftler konvertiert zum Islam um seine Anstellung an der Pariser Universität behalten zu können. Denn in den französischen Präsidentschaftswahlen 2022 wird eine muslimische Bruderschaft in die Regierung gewählt und auf den Straßen bricht der Bürgerkrieg aus.

Di. 28. 4. 2020   19.30 Uhr   Schauspielhaus Treffpunkt Bühneneingang 
 

Maxim Biller »Sechs Koffer«

Der 15-jährige Protagonist ist einem Familiengeheimnis auf der Spur. Sie führt über eine Flucht von Ost nach West und wieder zurück in die Sowjetunion, wo der Großvater vom KGB hingerichtet worden ist. Hat ihn die eigene Verwandtschaft verraten? Eine politisch brisante Kriminalgeschichte, erzählt aus sechs Perspektiven.

Di. 12. 5. 2020   19.30 Uhr   Schauspielhaus Treffpunkt Bühneneingang 
 

Leïla Slimani »Dann schlaf auch du«

»Das Baby ist tot«, lautet der erste Satz dieser tragischen Geschichte eines wohlstandsverwöhnten Pariser Paares, das seine Kinder einer einer Nanny anvertraut. Slimanis Blick in die Abgründe einer vermeintlichen perfekten Familie wurde 2016 mit dem Prix Goncourt ausgezeichnet.

Di. 26. 5. 2020   19.30 Uhr   Schauspielhaus Treffpunkt Bühneneingang