Dracula

Ballett in sechs Szenen von Gonzalo Galguera nach Bram Stoker | Musik von Sergej Rachmaninow, Jean Sibelius, Ralph Vaughan Williams, Edward Elgar, Elizabeth Maconchy, George Lloyd, Franz Schreker und Leon Gurvitch | Uraufführung

»Denn die Toten reiten schnell.«
BRAM STOKER

Die Figur des blutsaugenden Vampirs wurde in der Romantik zur Verkörperung der dunklen, moralisch geächteten, dafür aber umso faszinierenderen Sehnsüchte des Menschen. Dabei ging die Urangst vor dem Lebendig-begraben-Werden eine spannungsreiche Verbindung mit verdrängter Sexualität und Erotik ein. In Bram Stokers legendärem Roman nahm der Vampir 1897 in Form des Grafen Dracula bespielhaft Gestalt an. Seit dieser Zeit ist der untote Transsylvanier aus der europäischen Kulturgeschichte nicht mehr wegzudenken.

Mit seiner abenteuerlichen Handlung und düster-erotischen Spannung ist der Stoff wie gemacht für ein Handlungsballett in bester romantischer Tradition. Dass Gonzalo Galguera das mit seiner Kompanie hervorragend bewältigen kann, haben seine Ballettklassiker der letzten Spielzeiten bewiesen. 

 

Zu dieser Inszenierung bieten wir theaterpädagogisches Begleitmaterial an.
Bitte wenden Sie sich an Matthias Brandt:
matthias.brandt[at]theater-magdeburg.de | Tel.: (0391) 40 490 4033

 

 

 

Vorstellungen
Aktuell sind keine weiteren Termine bekannt.

Premiere
Sa. 6. 4. 2019

Musikalische Leitung Svetoslav Borisov
Choreografie / Regie Gonzalo Galguera
Bühne/Kostüme Darko Petrovic
Video Jacopo Castellano
Dramaturgie Ulrike Schröder, Hannes Föst

Dracula Mihael Belilov
Jonathan Harker Adrián Román Ventura
Mina Murray Grettel Morejón
Lucy Westenra Anastasia Gavrilenkova
Professor Abraham van Helsing Andreas Loos
Kutscher Raúl Pita Caballero
Drei Vampirinnen Narissa Course, Antanina Maksimovich, Julie Bruneau

Ballett Magdeburg

Video

Pressestimmen

Absolut überzeugend

Wer hätte gedacht, dass ein Buch mit über 600 Seiten über die Legende des berühmtesten Vampirs der Karpaten als Ballett in sechs Bildern in etwas mehr als einer Stunde auf geniale Weise erzählt werden kann? Das habe ich kürzlich im Opernhaus Magdeburg erlebt. Der sehr intelligente und talentierte Ballettdirektor Gonzalo Galguera hat sich der Herausforderung gestellt und man muss ihm einen schönen Erfolg attestieren. Die beiden Hauptrollen sind Jonathan Harker, getanzt von Adrián Román Ventura, und Graf Dracula, interpretiert von Mihael Belilov: zwei Künstler und exzellente Tänzer. Sie verstanden es, den Figuren Gewicht und Glaubhaftigkeit zu verleihen.

Margarita Medina, Danse, Juni 2019

 

Dracula als ein mit sich, ja gegen sich kämpfender Mensch, das Ballett fast die Elegie auf einen Gehetzten – das hat man so noch nicht gesehen. Fulminant dann in dessen transsilvanischen Schloss, durchtanzt von einem Reigen unseliger Geister, das finale Ringen auf dem Henkertisch. »Dracula« hat das Zeug zu einem echten Repertoirestück. Getragen wird die Produktion von einem überragenden Mihael Belilov in der Hauptrolle, mit darstellerischer Feinnervigkeit für diesen kniffeligen Part. Gonzalo Galguera legt keine bilderstürmerisch revolutionäre Fassung des Stoffes vor, erzeugt beim Betrachter durch sein ästhetisches Gespür und seine choreografische Erfindungskraft jedoch ein abreißendes Zusehvergnügen.

Volkmar Dräger, Neues Deutschland, 30. 4. 2019

Dracula – Magdeburg Ballet

Based on Bram Stoker’s narrative of the blood-sucking Count Dracula, Gonzalo Galguera wonderfully choreographed a ballet which challenges all imaginable preconceived notions. The vibrant Magdeburg Philharmonic Orchestra and the ensemble of technically strong, perfectly characterized dancers made the eclectic production feel effortlessly homogeneous.

Galguera, the director and chief choreographer in Magdeburg, meticulously and intelligently developed a plot full of powerful images, symbolism, and exceptional movements. Venturing outside of Berlin to experience this spectacular production by the Magdeburg Ballet is more than worthwhile.

Fatima Nollen, Dancing Times, May 2019