Raymonda

Ballett in drei Akten von Gonzalo Galguera | Musik von Alexander Glasunow
Uraufführung

»›Raymonda‹ gehört zu den schönsten Ballettmusiken,
die wir haben.«

George Balanchine

Ungarn zur Zeit der Kreuzzüge: Raymonda, eine ungarische Edeldame, wartet auf ihren Verlobten, Jean de Brienne. Er ist als Kreuzritter zusammen mit der ungarischen Armee in den Krieg gezogen. In der Nacht hat Raymonda einen Traum – Jean de Brienne verwandelt sich darin in einen Sarazenen, der versucht, sie zu entführen. Am nächsten Tag scheint ihr Traum Wirklichkeit zu werden. Kann Jean de Brienne sie noch retten?

Nach »Le Corsaire« in der letzten Spielzeit bringt Gonzalo Galguera nun ein weiteres klassisches Ballett auf die Magdeburger Bühne. »Raymonda«, das letzte große Werk des berühmten Choreografen Marius Petipa, erfreute sich in Russland stets großer Beliebtheit, während es im Westen weit weniger bekannt war. Nach dem Tode Tschaikowskys hatte Petipa einen Komponisten für sein nächstes Ballett gesucht und fand ihn in dem jungen Musiker Alexander Glasunow. Dieser schuf eine farbenreiche, vielseitige Musik, die den Choreografen von klassischen Variationen bis zum stilisierten Volkstanz alles ermöglicht.

Vorstellungen
Sonntag
5. 5. 2019
18.00 Opernhaus / Bühne
Abendbesetzung: Pawel Poplawski · Lou Beyne · Jonathan Milton · Raúl Pita Caballero
Tickets
Freitag
10. 5. 2019
19.30 Opernhaus / Bühne
Abendbesetzung: Pawel Poplawski · Lou Beyne · Jonathan Milton · Raúl Pita Caballero
Tickets
Mittwoch
29. 5. 2019
19.30 Opernhaus / Bühne
Abendbesetzung: Pawel Poplawski · Lou Beyne · Jonathan Milton · Raúl Pita Caballero
Tickets

Premiere
Sa. 7. 4. 2018

Wiederaufnahme
So. 5. 5. 2019

Musikalische Leitung Pawel Poplawski
Choreografie / Regie Gonzalo Galguera
Bühne Darko Petrovic
Kostüme Josef Jelínek
Dramaturgie Eva Bunzel

Raymonda Lou Beyne
Jean de Brienne Jonathan Milton
Abderakhman Raúl Pita Caballero
Clémence Narissa Course
Henriette Anastasia Gavrilenkova
Bernard de Ventadour Adrián Román Ventura
Béranger Liam White

Musikalische Leitung Pawel Poplawski
Choreografie / Regie Gonzalo Galguera
Bühne Darko Petrovic
Kostüme Josef Jelínek
Dramaturgie Eva Bunzel

Aufführungsdauer: 2:40 h (inkl. Pause)

Pressestimmen

Geprägt wird der Ballettabend vor allem durch die Magdeburger Primaballerina Lou Beyne. In ihren sieben Soli und den zahlreichen Gruppentänzen zeigt Lou Beyne Ausdruckskraft und Leichtigkeit. Dabei sind Jonathan Milton als Ritter, Jean de Brienne und Raùl Pita Caballero als Sarazenenkrieger Abderakhman ebenbürtige Partner, wobei Caballero sprunggewaltig zwischen Aggressivität und Emotionalität die Szene beherrscht, Milton zuweilen eher zurückhaltend wirkt. Einen nachhaltigen Eindruck hinterlassen als Freunde von Raymonda in unterschiedlichen Variationen von Pas de deux und Pas de quatre Narissa Course und Anastatsia Gavrilenkova (Clemence und Henriette) und Adriàn Romàn Ventura sowie Liam White (Bernard und Bèranger). Die Gruppentänze zeigen die Leistungsfähigkeit des Ensembles und die Akribie bei der Einstudierung der Choreografie durch Ballettmeisterin Olga Ilieva. Alexander Glasunow hat als Auftragswerk für Marius Petipa die Ballettmusik zu Raymonda komponiert. Sie ist spezifisch auf die Choreografie zugeschnitten, verwendet Leitmotive. Besonders hervorzuheben ist im 3. Akt das Klaviersolo "Variation de Raymonda" und das Harfensolo im Traumbild des 1. Aktes "Tableau de Rêve". Pawel Poplawski treibt das Tanzgeschehen durch ein sehr subtiles Dirigat der Magdeburgischen Philharmonie voran. Die Choreografie dieses Ballettklassikers festigt den Ruf der Magdeburger Ballettkompanie und setzt nicht nur für ein Mehrspartenhaus in jeder Beziehung Maßstäbe. Der Jubel und die zahllosen Bravos zwischendurch und am Ende zeugen davon.

Herbert Henning, tanznetz.de
9. 4. 2018

Darko Petrovic hat fantastische Räume entworfen; man merkt gar nicht, wo die Gegenständlichkeit übergeht in die Projektion. Das bringt optisch wunderbar räumliche Weite und gibt dem Tanz weiten Raum. […]

Was die tänzerischen Leistungen angeht: Da kann man einfach nur staunen! […] Lou Beyne war fantastisch! Bei dieser Tänzerin kommen Technik – ohne dass sie diese in der Vordergrund stellt – und Musikalität wunderbar zusammen. Sie öffnet im Tanz ihr Inneres, ob im berührenden Abschieds-Adagio, wenn der Verlobte aufbricht, oder im Traum-Pas de deux mit dem wirklich kraftvollen Tänzer Raúl Pita Caballero, auch im Grand Pas de deux im dritten Akt […]

Lou Beyne entwickelt bei bester Spitzentechnik eine berührende Melancholie, in sich gekehrt – so als wäre dieser fantastische Traum vom Fremden doch noch nicht ausgeträumt.

Toll ist auch die tänzerische und persönliche Ausstrahlung von Jonathan Milton als Jean de Brienne, er hat kraftvolle Eleganz, federnde Leichtigkeit in den Sprüngen, und er ist sehr glaubwürdig in den tänzerischen Dialogen, den Pas de deux. […]

Natürlich begeistern die Gruppenszenen, die Divertissements der Tänzerinnen und Tänzer des Magdeburger Balletts. Wenn Abderakhman Raymonda gewinnen will, gibt es spanisches und orientalisches Kolorit in der Musik, dazu viele Varianten und Facetten des in seiner Präsenz wirklich zu bewundernden Magdeburger Balletts. […]

Pawel Poplawski ist ein in der Zusammenarbeit mit dem Ballett erfahrener Dirigent; er atmet mit den Tänzerinnen und Tänzern, das überträgt sich auf die Musikerinnen und Musiker – als Zuschauer erlebt man da ein Gesamtkunstwerk aus Klang und Raum und Tanz!

Großer Jubel, es reißt die Leute von den Sitzen, sie feiern ihr Ballett und dessen Solistinnen und Solisten, sie feiern das Orchester, den Dirigenten, und natürlich Gonzalo Galguera und sein Team.

Boris Gruhl, MDR Kultur, 9. 4. 2018

Die großen Ballettinszenierungen des Theaters Magdeburg entwickeln sich immer mehr zu Höhepunkten in den Spielzeiten. Mit »Raymonda« schuf Ballettdirektor Gonzalo Galguera eine atemberaubend schöne und opulente Uraufführung, die das Publikum begeisterte. [...]

Diese Dreierkonstellation von Lou Beyne, Jonathan Milton und Raúl Pita Caballero bildet das Zentrum des Geschehens, das von zahlreichen Gruppentänzen umrahmt wird. Lou Beyne in der Titelrolle prägt als Primaballerina mit bewundernswerter Bühnenpräsenz, zauberhafer Anmut und starker Ausdruckskraft diese Ballettinszenierung. Die Tänzerin aus Frankreich, die seit 2011 in Magdeburg festes Ensemblemitglied ist, absolviert ein schier unglaubliches Pensum an Soli, Pas de Deux und Tänzen mit der Compagnie, bei denen sie scheinbar nicht den Gesetzen der Physik unterliegt, wenn sie mit zauberhafter Leichtigkeit ihre Pirouetten oder Sprünge darbietet. [...]

Dieses Ballett sollte man sich auf keinen Fall entgehen lassen.

Rolf-Dietmar Schmidt, Volksstimme, 9. 4. 2018