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Dracula

GONZALO GALGUERA


Ballett von Gonzalo Galguera nach Bram Stoker
Musik von Sergej Rachmaninow, Jean Sibelius,
Ralph Vaughan Williams, Edward Elgar, Elizabeth Maconchy,
George Lloyd, Franz Schreker und Leon Gurvitch
Uraufführung

Wiederaufnahme

Sa.
19. 3.
2022

Opernhaus Bühne

Die Figur des blutsaugenden Vampirs wurde in der Romantik zur Verkörperung der dunklen, moralisch geächteten, dafür aber umso faszinierenderen Sehnsüchte des Menschen. Dabei ging die Urangst vor dem Lebendig-begraben-Werden eine spannungsreiche Verbindung mit verdrängter Sexualität und Erotik ein. In Bram Stokers legendärem Roman nahm der Vampir 1897 in Form des Grafen Dracula bespielhaft Gestalt an. Seit dieser Zeit ist der untote Transsylvanier aus der europäischen Kulturgeschichte nicht mehr wegzudenken.

Die abenteuerliche Handlung führt den jungen Rechtsanwalt Jonathan Harker auf das Schloss des blutgierigen Grafen Dracula, wo er nicht nur um seinen eigenen Verstand fürchten muss: Bald schwebt auch seine Verlobte Mina in Gefahr, auf die der Graf ein Auge geworfen hat. Ein gefährliches Spiel aus Verführung und verbotener Liebe beginnt … Für Gonzalo Galguera war diese Geschichte mit ihrer düster-erotischen Spannung wie gemacht für ein Handlungsballett in bester romantischer Tradition. Auf der Grundlage der ausdrucksstarken spätromantischen Orchestermusik erzeugt Galguera »beim Betrachter durch sein ästhetisches Gespür und seine choreografische Erfindungskraft ein nicht abreißendes Zusehvergnügen«, urteilte das »Neue Deutschland«.


Zu dieser Inszenierung bieten wir theaterpädagogisches Begleitmaterial an. Anfragen richten Sie bitte an theaterpaedagogik[at]theater-magdeburg.de

Choreografie, Regie Gonzalo Galguera
Bühne, Kostüme Darko Petrovic
Video Jacopo Castellano
Dramaturgie Ulrike Schröder, Hannes Föst 

Video

Pressestimme


Absolut überzeugend

Wer hätte gedacht, dass ein Buch mit über 600 Seiten über die Legende des berühmtesten Vampirs der Karpaten als Ballett in sechs Bildern in etwas mehr als einer Stunde auf geniale Weise erzählt werden kann? Das habe ich kürzlich im Opernhaus Magdeburg erlebt. Der sehr intelligente und talentierte Ballettdirektor Gonzalo Galguera hat sich der Herausforderung gestellt und man muss ihm einen schönen Erfolg attestieren. Die beiden Hauptrollen sind Jonathan Harker, getanzt von Adrián Román Ventura, und Graf Dracula, interpretiert von Mihael Belilov: zwei Künstler und exzellente Tänzer. Sie verstanden es, den Figuren Gewicht und Glaubhaftigkeit zu verleihen.

Margarita Medina Danse

Juni 2019

 

 

Dracula als ein mit sich, ja gegen sich kämpfender Mensch, das Ballett fast die Elegie auf einen Gehetzten – das hat man so noch nicht gesehen. Fulminant dann in dessen transsilvanischen Schloss, durchtanzt von einem Reigen unseliger Geister, das finale Ringen auf dem Henkertisch. »Dracula« hat das Zeug zu einem echten Repertoirestück. Getragen wird die Produktion von einem überragenden Mihael Belilov in der Hauptrolle, mit darstellerischer Feinnervigkeit für diesen kniffeligen Part. Gonzalo Galguera legt keine bilderstürmerisch revolutionäre Fassung des Stoffes vor, erzeugt beim Betrachter durch sein ästhetisches Gespür und seine choreografische Erfindungskraft jedoch ein abreißendes Zusehvergnügen.

Volkmar Dräger Neues Deutschland

30. 4. 2019


 


Dracula – Magdeburg Ballet

Based on Bram Stoker’s narrative of the blood-sucking Count Dracula, Gonzalo Galguera wonderfully choreographed a ballet which challenges all imaginable preconceived notions. The vibrant Magdeburg Philharmonic Orchestra and the ensemble of technically strong, perfectly characterized dancers made the eclectic production feel effortlessly homogeneous.

Galguera, the director and chief choreographer in Magdeburg, meticulously and intelligently developed a plot full of powerful images, symbolism, and exceptional movements. Venturing outside of Berlin to experience this spectacular production by the Magdeburg Ballet is more than worthwhile.

Fatima Nollen Dancing Times

May 2019