Dez 19
Fr. 27. 12.
18.00 Uhr
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Jan 20
Sa. 18. 1.
19.30 Uhr
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So. 26. 1.
18.00 Uhr
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Feb 20
Fr. 28. 2.
19.30 Uhr
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Mär 20
Fr. 6. 3.
19.30 Uhr
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La Fille mal gardée

Peter Ludwig Hertel


Das schlecht behütete Mädchen
Ballett in vier Bildern von Gonzalo Galguera
Musik von Peter Ludwig Hertel u. a.
Uraufführung

Premiere

Sa.
28. 9.
2019

Opernhaus Bühne

Das Szenario des klassischen Handlungsballetts dieser Spielzeit entstand bereits Ende des 18. Jahrhunderts und gehört damit zu den frühesten Beispielen des Genres – ganz ohne griechische Götter und mythologische Wesen. 1828 überarbeitete Ferdinand Hérold die Originalmusik für die Pariser Neuproduktion von Jean-Pierre Aumer – der Ausgangspunkt für zahlreiche weitere Bearbeitungen, die im Laufe der letzten 150 Jahre für Choreografen von Paul Taglioni bis Frederic Ashton entstanden. Für Taglionis Berliner Fassung komponierte Peter Ludwig Hertel 1864 eine völlig neue Musik, die vor allem die russische und lateinamerikanische Aufführungstradition geprägt hat und auch Gonzalo Galgueras neuer Choreografie zu Grunde liegt.

Erzählt wird die alte Geschichte einer jungen Liebe, die sich von nichts und niemandem aufhalten lässt – umgesetzt in ländlich-bäuerlichem Milieu (der Originaltitel lautete »Das Strohballett oder Vom Schlechten zum Guten ist es nur ein Schritt«). Lise liebt den Landwirt Colas, aber Lises Mutter, die Bäuerin Simone, hat eine bessere Partie im Blick: Alain, den tollpatschigen Sohn des wohlhabenden Weingutsbesitzers Thomas. Alain ist allerdings keine wirkliche Alternative für die pfiffige Lise, der es gelingt, die Vorsicht der Mutter auszutricksen und mit Colas zusammenzukommen.

Musikalische Leitung Svetoslav Borisov
Choreografie/Regie Gonzalo Galguera
Bühne Darko Petrovic
Kostüme Stephan Stanisic
Dramaturgie Ulrike Schröder

Lise Anastasia Gavrilenkova/Narissa Course
Colas Mihael Belilov/Adrián Román Ventura
Alain Raúl Pita Caballero/Rodrigo Aryam
Simone Jesús Marrero Díaz/Jonathan Milton

Ballett Magdeburg
Magdeburgische Philharmonie

Video

Pressestimmen


Herzen der Zuschauer im Tanz erobert

Von Anfang an läuft »La Fille mal gardée« auf ein Happy End hinaus, was bei aller Ernsthaftigkeit der Figuren die Leichtigkeit der Handlung ausmacht, die ganz schnell die Herzen der Zuschauer ergreift. Lise, getanzt von Anastasia Gavrilenkova, überzeugt mit überrragendem tänzerischen Ausdruck und einer mitreißend-überbordenden Spielfreude. Ihre Mutter Simone ist mit Jesús Marrero Díaz glänzend besetzt. Seit der Uraufführung ist diese Rolle stets einem Mann vorbehalten. Simone agiert urkomisch, häufig pantomimisch und schafft es dennoch, ernst genommen zu werden. Das alles tänzerisch umzusetzen, ist eine Glanzleistung. Der Kubaner Raúl Pita Caballero hat die für einen Tänzer schwierige Rolle, den Ungelenken zu bieten, der nicht von seinem Buch lassen kann. Trotzdem Spitzenleistungen zu zeigen, gelang ihm so gut, dass er in Windeseile die Herzen des Publikums erobert hatte. Das Ballett beginnt mit einem urkomischen Auftritt von tanzenden Hühnern und Hahn. Diese Szene am Anfang ist legendär und wurde von Gonzalo Galguera so grotesk-skurril angelegt, dass der ersten Verblüffung herzhaftes Lachen folgte. […] Mit »La Fille mal gardée« ist ein Ballett der Sonderklasse in die neue Spielzeit des Theaters Magdeburg gestartet.

Rolf Dietman Schmidt
30. 9. 2019