Die Zauberflöte

Deutsche Oper in zwei Akten von Wolfgang Amadeus Mozart | Libretto von Emanuel Schikaneder

Der junge Tamino steht vor schwierigen Lebensentscheidungen: Soll er in die Fußstapfen seines Vaters treten? Und wie geht das eigentlich mit der ersten Liebe? Als die rätselhafte Königin der Nacht ihn um Hilfe bittet, weiß er, was zu tun ist: Mit seinem Alter Ego, dem munteren Vogelfänger Papageno, begibt er sich auf eine abenteuerliche Reise in das Reich des mächtigen Sarastro, der die Tochter der Königin geraubt haben soll: »Märchentraumhaftes Spiel um Symbole und menschliche Gefühle«, urteilte die »Volksstimme«.

Vorstellungen
Aktuell sind keine weiteren Termine bekannt.

Musikalische Leitung Svetoslav Borisov
Regie Holger Potocki
Bühne/Kostüme Tanja Hofmann
Dramaturgie Michael Otto
Choreinstudierung Martin Wagner

Tamino Jonathan Winell
Pamina Julie Martin du Theil/Irma Mihelič
Papageno Johannes Wollrab
Königin der Nacht Hale Soner
Sarastro Johannes Stermann
Monostatos Markus Liske
Erste Dame Raffaela Lintl
Zweite Dame Sylvia Rena Ziegler
Dritte Dame Lucia Cervoni
Sprecher Roland Fenes
Papagena Julie Martin du Theil/Irma Mihelič
Erster Knabe Bo Mi Lee
Zweiter Knabe Uta Zierenberg
Dritter Knabe Ilka Hesse
Erster Geharnischter Manfred Wulfert
Zweiter Geharnischter Paul Sketris

Opernchor des Theaters Magdeburg
Statisterie des Theaters Magdeburg
Magdeburgische Philharmonie

Pressestimmen

[…] Aus der misslichen Situation des Heranwachsenden im reichen Elternhaus entwickelt Operndirektor Holger Pototzki Mozarts Meisterwerk als moderne Fantasy-Story, als Abenteuer der Emanzipation. […] Ein Kunststück ist hier gelungen. Die Repertoirevorstellung ist ausverkauft, ganze Schulklassen sind gekommen. Sie erleben köstlichen Humor, sehen Riesenspielzeug, Statisten mit Tierköpfen, Hermaphroditen. Bestaunen Theaterdonner, Nebelwolken und Pyrotechnik. […] Alle Darsteller füllen die Metaphorik der Inszenierung mit einer Leidenschaft, die ihresgleichen sucht. Keine Geste ist Zufall, kein Blick, kein Detail in der farbexplosiven Ausstattung von Tanja Hofmann. […] Als am Ende der Chor »Schönheit und Weisheit« preist, kündigt ein junger Mann seine Rolle als flötendes Vorzeigebübchen auf, brüskiert das Elternpaar und küsst seine Pamina – die Hausangestellte. Bravo!

Ute van der Sanden, Mitteldeutsche Zeitung, 12. 12. 2008

 

 

[…] In seiner Inszenierung schickt Holger Pototzki Prinz Tamino aus dem herrschaftlichen Vestibül eines alten Schlosses weg von seinen sich im »Rosenkrieg« bekämpfenden Eltern in eine Traumwelt, in der die (grausame) Wirklichkeit plötzlich in schillernden Farben erlebt wird. […] Realität und Fiktion – Holger Pototzki gelingt in einem szenisch raffinierten Wechsel der Handlungsebenen und der Verwandlung von Menschen in Fantasiefiguren ein wunderschöner, poesievoller und dank der fantastischen Technik des Opernhauses zauberhafter szenischer Traum. […] Eine märchenhaft-moderne und doch ganz mozartsche Aufführung!

Herbert Henning, Magdeburger Volksstimme, 24. 11. 2008