Die lustigen Weiber von Windsor

Komisch-fantastische Oper in drei Akten von Otto Nicolai | Libretto von Salomon Hermann von Mosenthal nach William Shakespeare

»Nun eilt herbei, Witz, heitre Laune!«
Frau Fluth

Der amüsier- und trinkfreudige Sir John Falstaff, immer auf der Suche nach neuen – auch finanziell lohnenden – Liebesabenteuern, will sowohl mit Frau Reich als auch mit ihrer Nachbarin Frau Fluth anbandeln, doch die beiden finden das schnell heraus und zahlen es dem Schwerenöter heim: Eifersüchtige Ehemänner, abenteuerliche Fluchten, demütigende Verkleidungen, nächtliche Prügeleien – nichts bleibt ihm erspart, bis es Tochter Anna Reich im allgemeinen Durcheinander gelingt, die von ihren Eltern vorgesehenen Heiratskandidaten auszutricksen und sich mit dem jungen, aber armen Fenton zu verloben. Am Ende sind alle Sünden vergessen…

Otto Nicolais letztes und erfolgreichstes Werk gilt als die beste komische Oper der deutschen Frühromantik. Nicolai verbindet in den »Lustigen Weibern« seine Erfahrungen, die er als Kirchenmusik- und Opernkomponist in Rom sowie als Gründer der Wiener Philharmoniker gemacht hatte: Sangbarkeit, Esprit, treffende Charakterisierung und effektvolle Instrumentation.

Vorstellungen
Freitag
17. 3. 2017
19.30 Opernhaus / Bühne
Tickets
Freitag
31. 3. 2017
19.30 Opernhaus / Bühne
Tickets
Freitag
21. 4. 2017
19.30 Opernhaus / Bühne
Abendbesetzung: Tomohiro Seyama · Johannes Stermann · Roland Fenes · Paul Sketris · Jonathan Winell · Markus Liske · Frank Heinrich · Julie Martin du Theil · Viola Zimmermann · Irma Mihelic · Peter Wittig · Manfred Wulfert
Tickets

Musikalische Leitung Tomohiro Seyama
Regie Christian von Götz
Bühne Ulrich Schulz
Kostüme Ulrich Schulz, Verena von Götz
Choreografische Mitarbeit Kerstin Ried
Dramaturgie Ulrike Schröder
Choreinstudierung Martin Wagner

Sir John Falstaff Johannes Stermann
Herr Fluth Roland Fenes
Herr Reich Paul Sketris
Fenton Jonathan Winell
Junker Spärlich Markus Liske
Dr. Cajus Frank Heinrich
Frau Fluth Julie Martin du Theil
Frau Reich Lucia Cervoni, Viola Zimmermann
Anna Reich Irma Mihelič
Wirt Peter Wittig
1. Bürger Manfred Wulfert

Opernchor des Theaters Magdeburg
Magdeburgische Philharmonie


Video

Pressestimmen

Machen Sie die Kehlen bzw. die Augen und Ohren weit für einen lustigen Theaterabend, ein Musical mit etwas mehr Musik aus der Mitte des 19. und etwas weniger Sound aus der späten Mitte des 20. Jahrhunderts. Christian von Götz hat es einfallsreich und mit vielen Späßen frisch gemixt. [...] Bevor sich der Vorhang allerdings vor all diesen Herrlichkeiten hebt, führt die Ouvertüre in Otto Nicolais musikalisches Windsor ein. Michael Balke am Pult der Magdeburgischen Philharmonie beginnt mit einem samtweichen waldesrauschenden Traumklang, der auf den verzauberten Schlussakt vorausweist und auf eine, der Mittsommerpoesie vorausgehende, putzmuntere Komödienmusik Lust macht. [...] Ute Bachmaier als Frau Fluth in einem aufregend hellblauen Kostüm, was ihr bestens zu Haut und zu Gesichte steht, schwingt sich höchst beweglich über ihr Plüschsofa und singt auch so. Glitzernd und rein, bezauberndes Piano in der Höhe; ihre Bühnen-Abschiedspläne möchte man gar nicht recht ernst nehmen. [...] Dem Regisseur, der Choreografin Kerstin Ried, dem Bühnenbildner und vor allem den Kostümbildnern Ulrich Schulz und Verena von Götz gelingt tatsächlich ein Sommernachtstraum mit Shakespeare.

Irene Constantin, Magdeburger Volksstimme,
9. 5. 2016

Ute Bachmaier als Frau Fluth (leider die letzte Rolle dieser großartigen Sängerin nach 34 Bühnenjahren) und Lucia Cervoni als ihre Freundin Frau Reich erwerben sich mit körperlicher und stimmlicher Beweglichkeit natürlich die Sympathien des Publikums. Vokal und in seiner Spiellust als Macho ziemlich überzeugend führt Thomas Florio die Herrenriege an. Von der David Zimmer als Hippie Fenton und Paul Sketris als Herr Reich in Strapsen im Finale vor allem darstellerisch punkten. Michael Balke steht am Pult der Magdeburgischen Philharmonie und manchmal auch etwas auf der Bremse, wobei ihm die explodierende Traum-Turbulenz unterm Drogenbaum musikalisch am überzeugendsten gerät.

Joachim Lange, nmz online, 11. 5. 2016