10. Januar 2020

Wenn Liebe zum Verhängnis wird – Ballettdirektor Gonzalo Galguera entführt in »Der Zauberladen« / »Petruschka« in die Welt der Puppen

Pressemitteilung, 11.01.2020

Wenn Liebe zum Verhängnis wird –  Ballettdirektor Gonzalo Galguera entführt in »Der Zauberladen« / »Petruschka« in die Welt der Puppen

Premiere Sa. 15. 2. 2020, 19.30 Uhr

Zwei packende Geschichten an einem Abend: In diesen Genuss kommt das Magdeburger Publikum in dem neuen Ballettabend von Chefchoreograf Gonzalo Galguera. Sowohl bei »Der Zauberladen« (Musik von Ottorino Respighi) als auch in Igor Strawinskys Ballett »Petruschka« steht das Schicksal von Puppen im Vordergrund. Während die eine Geschichte die Liebenden zueinander führt, zerstört die Liebe in der anderen ein Leben. Premiere ist Sa. 15. 2. 2020 um 19.30 Uhr im Opernhaus Magdeburg.

Für Gonzalo Galguera erfüllt sich mit dem Ballett-Doppelabend ein großer Wunsch. Schon lange träumte er davon, Strawinskys »Petruschka« zu choreografieren. Als Ergänzung für das nur etwa 35 Minuten lange Stück entschied sich Gonzalo Galguera gemeinsam mit GMD Anna Skryleva für »Der Zauberladen« von Ottorino Respighi. Letzteres wird in Magdeburg den Abend eröffnen.

Uraufgeführt wurde »Der Zauberladen« 1919 von den Ballets Russes. Komponist Ottorino Respighi bearbeitete unbekannte Klavierstücke von Gioachino Rossini für das Ballett. Die Inspiration dazu gab »Die Puppenfee« von Joseph Bayer. Im Mittelpunkt der Geschichte steht das Schicksal zweier Puppen, die verkauft werden sollen. Sie sind das neueste Produkt des Ladenbesitzers und dadurch besonders begehrt. Letztendlich schaffen sie es, bestärkt durch ihre Liebe zueinander, dem Verkauf zu entkommen. Die Magdeburger Inszenierung fokussiert auf das Begehren und den schnellen Konsum der Masse. Getanzt wird das Puppenpaar von Solotänzer Rodrigo Aryam und der kubanischen Gasttänzerin Lissi Baez.

Ein solch glückliches Ende bleibt den Puppen in Igor Strawinskys »Petruschka« verwehrt. Drei Puppen müssen unter ihrem Besitzer, einem Zauberer, ihren Dienst leisten. Sie werden von ihm auf einem Jahrmarkt vorgeführt. Eine von ihnen, Petruschka (Mihael Belilov), verliebt sich in eine Ballerina (Anastasia Gavrilenkova). Doch diese erwidert die Liebe nicht und so nimmt die Geschichte einen tragischen Verlauf. Zwischen »Der Feuervogel« und »Le Sacre du Printemps« entstanden, gilt »Petruschka« sowohl musikalisch als auch choreografisch als Meisterwerk seiner Gattung.

Ausstattungsleiterin Christiane Hercher hat für beide Ballette höchst unterschiedliche Bühnenbilder entworfen. Die Puppen bewegen sich in »Der Zauberladen« in einem schlichten Bild, das mit vielen verspiegelten Wänden viel Raum für Fantasie lässt. Die Ausstattung zeichnet sich durch einen besonderen Kontrast aus: Die einheitliche Kleidung der Konsumenten (Kostüme: Stephan Stanisic) steht den beiden Puppen gegenüber, die glitzernd im Laden stehen. Bild und Kostüme sind in »Petruschka« bunter. Christiane Hercher hat sich dafür von der bildenden Kunst des Expressionismus inspirieren lassen. Und so kann sich das Ballettpublikum auf einen kontrastreichen Abend mit vielen Emotionen und dem Können der internationalen Magdeburger Ballettkompanie freuen.

URAUFFÜHRUNG

Der Zauberladen / Petruschka

Zwei Ballette von Gonzalo Galguera

Musik von Ottorino Respighi (nach Rossini) und Igor Strawinsky

                          

Musikalische Leitung   Anna Skryleva

Choreografie / Regie Gonzalo Galguera

Bühne Christiane Hercher

Kostüme Stephan Stanisic

Dramaturgie Hannes Föst

 

Mit

Ballett Magdeburg

Magdeburgische Philharmonie

 

Premiere Sa. 15. 2. 2020, 19.30 Uhr

Opernhaus Bühne

 

Premierenfieber So. 2. 2. 2020, 11.00 Uhr

Opernhaus Wagnerfoyer

 

Ballettschaufenster Di. 4. 2. 2020, 18.00 Uhr

Opernhaus Bühne

Weitere Vorstellungen

So. 23. 2. / So. 1. 3. / So. 8. 3. / So. 29. 3.