20. November 2019

Die Magdeburgische Philharmonie spielt Festliches im »Weihnachtskonzert« am Do. 26. 12. 2019, 11.00 Uhr und 16.00 Uhr im Opernhaus

Pressemitteilung, 20.11.2019

Was wäre der Weihnachtsmarkt ohne Blechbläserklänge, was das erzgebirgische Engelorchester ohne den Posaunen-Engel! Deshalb steht im diesjährigen Weihnachtskonzert des Kammerorchesters der Magdeburgischen Philharmonie die Posaune im Mittelpunkt. Seit alters her ist sie für festliche Klänge zuständig…

Deshalb hat Konzertmeister Yoichi Yamashita dieses Jahr den österreichischen Posaunisten Gerhard Vinatzer als Solisten eingeladen. Seit 2006 spielt Vinatzer in der Magdeburgischen Philharmonie und stellt sich mit dem Posaunenkonzert des Schweden Lars-Erik Larsson (1908-1986) dem Magdeburger Publikum auch solistisch vor.

Der schwedische Komponist Lars-Erik Larsson ist einer jener Komponisten des 20. Jahrhunderts., die sich, wie so viele  Komponisten von der europäischen Peripherie, nur begrenzt von den massiv vorwärts drängenden Tendenzen mitziehen ließen, welche die Entwicklung der Kunstmusik seit dem zweiten Drittel des 20. Jahrhunderts beherrschten. Er beschäftigte sich deshalb gerne mit vorromantischen, neoklassizistischen Formen und Stilen. In dieser Absicht komponierte er in den 1950er Jahren zwölf Concertinos für verschiedene Soloinstrumente und Streichorchester. Diese Werke zeichnen sich durch übersichtliche Formen und eingängige Melodik aus. Eines dieser Stücke ist für die Posaune geschrieben. Wie die anderen Concertinos ist es inzwischen zu so etwas wie einem Referenzwerk für gemäßigte Moderne geworden und wird von den Posaunisten, deren Repertoire nicht eben umfangreich ist, gerne gespielt.

Umrahmt wird das Posaunen-Concertino zu Beginn des Konzerts von der »Capriol Suite« des englischen Komponisten Peter Warlock (1894–1930), der mit bürgerlichem Namen eigentlich Philip Arnold Heseltine hieß. Die Suite aus sechs Tänzen, die nach Angaben des Komponisten der 1588 entstandenen »Orchésographie« des französischen Priesters und Renaissance-choreografen Thoinot Arbeau entnommen sind, entstand im Oktober 1926.

Die kammermusikalische Serenade g-Moll für Streichorchester des Tschaikowsky-Zeitgenossen Wassili Kalinnikow rundet das spätromantische Repertoire ab, bevor mit Mozarts Sinfonie Nr. 38 D-Dur KV 504 »Prager« das Konzert ausklingt. Als Mozart im Januar 1787 mit seiner Frau nach Prag reiste, um die Figaro-Begeisterung der Prager zu erleben, hatte er eine neue Sinfonie im Gepäck, die dort uraufgeführt wurde und seitdem Prager Sinfonie heißt. Von dieser Reise brachte er den Kompositionsauftrag für seine Oper »Don Giovanni« mit nach Wien. Der Duktus der Sinfonie ist dramatisch-opernmäßig, die Gestik elegant und unbändig. Das Presto-Finale hat die Rasanz von Giovannis Champagnerarie.

Brillant auch die Moderation von Schauspielerin Iris Albrecht, die im neuen Jahr als Maria Callas in »Meisterklasse« im Schauspielhaus begeistern wird.

Ich freue mich über Ihre Berichterstattung und über Ihren Besuch. Ihren Bedarf an Presse- und Begleitkarten bitte ich Sie, mir rechtzeitig mitzuteilen.

 

Mit freundlichen Grüßen

Dr. Christine Villinger

 

Weihnachtskonzert

Peter Warlock

»Capriol Suite«

Lars-Erik Larsson

Concertino für Posaune und Streicher op. 45 Nr. 7

Wassili Kalinnikow

Serenade g-Moll

Wolfgang Amadeus Mozart

Sinfonie Nr. 38 D-Dur KV 504 »Prager Sinfonie«

 

Gerhard Vinatzer Posaune

Kammerorchester der Magdeburgischen Philharmonie

Yoichi Yamashita Leitung

Iris Albrecht Moderation

 

Do. 26. 12. 2019, 11.00 Uhr und 16.00 Uhr im Opernhaus