2. Sinfoniekonzert

Do. 13. und Fr. 14.10.22
→ Opernhaus, Bühne

Von den radikalen Werken seiner mittleren Schaffensperiode bis hin zu den abgeklärten Spätwerken blieb Béla Bartók seinen künstlerischen Grundätzen treu: Fasziniert von den verschiedenen nationalen Volksmusiken seiner groß-ungarischen Heimatregion suchte er auch in seinen eigenen Kompositionen nach einem musikalischen Realismus. Anders als seine Zeitgenossen Schönberg und Webern, mit denen er 1922 die Internationale Gesellschaft für Neue Musik gründete, verließ er dabei den Boden der Tonalität nicht, machte sich aber zahlreiche Errungenschaften der Musikmoderne zu eigen. Und er legte den Finger in soziale Wunden, wenn er 1926 in seiner Tanzpantomime Der wunderbare Mandarin die nervöse Monotonie der Großstadtwelt und die Unmenschlichkeit brutalen Gewinnstrebens der Liebessehnsucht eines reichen Chinesen gegenüberstellte. Es mutet bitter an, dass Bartók vor den europäischen Diktaturen ausgerechnet in den Inbegriff der entfremdeten Metropole – New York – fliehen musste. Seine letzte dort begonnene Komposition, das Konzert für Viola und Orchester, blieb Fragment und wurde erst nach seinem Tod fertiggestellt.

Peter Tschaikowsky
Romeo und Julia.
Fantasie-Ouvertüre
nach Shakespeare für Orchester

Béla Bartók
Konzert für Viola und Orchester Fassung von Tibor Serly

Peter Tschaikowsky
Ouvertüre zum Drama Das Gewitter
von Alexander Ostrowski op. posth. 76

Béla Bartók
Der wunderbare Mandarin.
Konzertsuite op. 19

Viola Dana Zemtsov
Magdeburgische Philharmonie
Dirigent Antony Hermus