Vera Nemirova

Regie

Die in Sofia geborene Vera Nemirova, Tochter einer Sopranistin und eines Opernregisseurs, lebt seit 1982 in Deutschland. Als Absolventin der Hochschule für Musik »Hanns Eisler« in Berlin assistierte bei Ruth Berghaus und war Meisterschülerin von Peter Konwitschny. Seit 1998 ist sie international tätig. 2000 gewann sie den »Ring-Award« in Graz und 2002 den Förderpreis der »Akademie Musiktheater heute« der Kulturstiftung der Deutschen Bank. Im März 2006 erhielt sie den »Kunstpreis Berlin« in der Sektion Darstellende Kunst der Berliner Akademie der Künste. Ihre Regiearbeiten erhielten von der Fachzeitschrift »Opernwelt« mehrfach Nominierungen. Vera Nemirova inszenierte u  a. bei den Salzburger Festspielen (»Lulu«), an der Staatsoper Berlin (Tommaso Traettas »Antigona«), an der Wiener Staatsoper (Tschaikowskys »Pique Dame« und Verdis »Macbeth«) sowie an der Oper Frankfurt, wo sie nach »Tannhäuser« auch Wagners Ring-Tetralogie auf die Bühne brachte. Im Verdi-Wagner-Jahr 2013 folgten »Tristan und Isolde« an der Oper Bonn, Verdis »Otello« beim Enescu-Festival in Bukarest sowie in Basel Wagners »Lohengrin«. Ferner entstanden für die Deutsche Oper Berlin »L’Africaine« und »La fanciulla del West«, jüngst für das Theater Erfurt und das Nationaltheater Weimar »Die Meistersinger von Nürnberg«. Weitere Inszenierungen entwickelte sie u. a. an der Semperoper Dresden, am Theater Freiburg, am Staatstheater Mainz, am Theater Bremen, an der Nationaloper Sofia sowie an der Lettischen Nationaloper Riga. Vera Nemirova hatte außerdem Lehraufträge an der Wiener Universität und an der Hochschule für Musik »Hanns Eisler« Berlin inne.

Am Theater Magdeburg setzte Vera Nemirova 2005 Tschaikowskys »Eugen Onegin«, 2007 Verdis »Nabucco« und 2008 Mussorgskys »Boris Godunow« in Szene. In der Spielzeit 2016/2017 kehrt sie für die Neuproduktion von Wagners »Der fliegende Holländer« zurück.