Stephen Chaundy

Tenor

Der Tenor Stephen Chaundy wurde in London geboren und studierte Italienisch an der Edinburgh University, bevor er sich seinen Gesangsstudien am Royal Northern College of Music in Manchester, am Welsh College of Music and Drama sowie an der Accademia Chigiana in Siena bei Carlo Bergonzi widmete. Zu seinen Lehrern zählen u. a. Antonio Carangelo, Umberto Grilli, John Mitchinson, Nicholas Powell und Ks. Wicus Slabbert. Festengagements führten ihn von 1997–1999 an das Tiroler Landestheater in Innsbruck und von 1999 bis 2006 an die Wiener Volksoper. Wichtige Partien der letzten Jahre sind die Titelpartie von »Candide« an Deutscher Oper Berlin und Volksoper Wien, Beppo (»Pagliacci«) an der Scottish Opera, Paris (Tippetts »King Priam«) beim Brighton Festival, Gerald (»Lakmé«) mit der Chelsea Opera Group, Malcolm (Blochs »Macbeth«) beim Festival KlangBogen Wien, Alfred (»Die Fledermaus«), Don Ottavio (»Don Giovanni«), Joseph Cable (»South Pacific«), der Graf von Luxemburg, Camille de Rosillon (»Die lustige Witwe«) und Erster Jude (»Salome«) an der Volksoper, Edwin (»Die Csárdásfürstin«) an der Volksoper und bei den Schlossfestspielen Langenlois, Don Ottavio (»Don Giovanni«) in Oslo, John Triptolemus (Uraufführung von Orlando Goughs »The Finnish Prisoner« mit der Company »The Paddock« in Lewes, die Tenorpartie in Elgars Oratorium »The Dream of Gerontius« mit dem English String Orchestra beim Malvern Festival und Brittens Serenade für Tenor, Horn und Streicher mit dem Wiener Kammerorchester im Wiener Konzerthaus. Für das Festival Retz übernahm er zwischen 2011 und 2015 alle drei Hauptrollen in Brittens Opern-Dreiteiler »Church Parables« (Madwoman in »Curlew River«, Nebuchadnezzar in »The Burning Fiery Furnace«, Tempter/Abbot in »Prodigal Son«).
Internationale Engagements führten ihn außerdem in die Opéra de Monte Carlo, die Vest Norges Opera Bergen, zum Festival Klosterneuburg, in die Queen Elizabeth Hall und ins Concertgebouw Amsterdam. Er arbeitete mit verschiedenen Orchestern wie z. B. dem Orchestra of St. John’s in London, dem niederländischen Radio Filharmonisch Orkest, dem Tonkünstler-Orchester Niederösterreich, dem Philharmonia Orchestra, dem Hallé Orchestra, der Deutschen Kammerphilharmonie Bremen und Dirigenten wie Francesco Corti, Edo de Waart, Sian Edwards, Claus Peter Flor, Julia Jones, Karen Kamensek, David Parry, Donald Runnicles und Alberto Zedda zusammen.
Sein weitgespanntes Repertoire erweiterte er 2007 mit der Titelpartie in der Uraufführung von Šimon Vosečeks Oper »Biedermann und die Brandstifter« (als Aufnahme in der ORF-Reihe »Edition Zeitton« erhältlich) für die Neue Oper Wien und das Teatro Communale Bolzano sowie 2015 mit Professor Higgins (»My Fair Lady«) an der Oper Köln, welche mit dieser Produktion auch im Royal Opera House in Muscat/Oman gastierte. Am Theater Magdeburg war Stephen Chaundy in der vergangenen Spielzeit als Maximilien de Robespierre in Gottfried von Einems Büchner-Oper »Dantons Tod« zu sehen und übernimmt in der Spielzeit 2018/2019 die Rolle des Grafen Tassilo in der Neuproduktion der Operette »Gräfin Mariza«.

Produktion

Gräfin Mariza